Raiffeisen will nun doch Staatshilfe früher tilgen

Raiffeisen will nun doch Staatshilfe früher tilgen

"Wir sind nicht wirklich unter Druck, aber natürlich überlegen wir, früher zurückzuzahlen", sagte der Chef der Osteuropatochter Raiffeisen Bank International (RBI), Karl Sevelda.

Die RBI hatte das am Wochenende veröffentlichte Interview mit dem Magazin "The Banker" am Montag über Twitter verbreitet. Ende Juni hatte Sevelda erklärt, dass "für die nahe Zukunft" keine Absicht bestehe, die Staatshilfen zurückzuzahlen.

Die Raiffeisen-Gruppe hatte in der Krise insgesamt 2,5 Milliarden Euro an Hilfen erhalten - 1,75 Milliarden Euro davon vom Staat, den Rest von privaten Investoren. Um die Rückzahlung zu bewältigen, prüft das Institut bereits seit langem eine Kapitalerhöhung, hat sich bislang aber nicht dazu durchgerungen. Weitere Optionen seien der Abbau von Geschäft, eine Steigerung der Rentabilität mit Hilfe des laufenden Sparprogramms oder die Beteiligung eines Finanzinvestors. All dies solle der Bank helfen, ihre Kapitalquote zu steigern, sagte Sevelda.

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