Porr: Optimisten unter sich

Porr: Optimisten unter sich

Porr-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Strauss ist aufgrund des aktuellen Auftragsbestandes, der Auslastung und der konsequenten Fortsetzung des Weges "optimistisch, dass wir das Jahr 2013 besser abschließen werden als 2012", wie er heute, Montag, im Klub der Wirtschaftspublizisten sagte. Auch für 2014 und 2015 ist er "durchaus nicht pessimistisch".

Die derzeit laufende Kapitalerhöhung richtet sich an bisherige Aktionäre und ausgewählte neue Investoren. Mit einer weiteren Kapitalerhöhung will die Porr ihren Streubesitz, der derzeit im einstelligen Prozentbereich sei, auf mehr als 10 Prozent erhöhen und das Papier auch institutionellen Investoren näherbringen.

Als möglichen Zeitpunkt nannte Strauss heute abhängig auch vom Börseumfeld Ende 2013, eher im ersten Halbjahr 2014. Das Syndikat aus Strauss-Gruppe und Ortner-Gruppe werde aber nicht unter 51 Prozent rutschen.

Zusammengelegt werden bei Porr auch die Stamm- und Vorzugsaktien im Rahmen einer weiteren Kapitalmaßnahme. Dies sollen die Aktionäre in einer außerordentlichen Hauptversammlung beschließen, die vier bis fünf Wochen nach der ordentlichen HV am 28. Mai 2013 stattfinden werde.

Mit der Auftragslage ist Strauss sehr zufrieden. Der Auftragsbestand liege mit 3,5 Mrd. Euro auf einem Rekordhoch. 2013 sei eine weitere Optimierung der Prozesse geplant, Porr wolle "intelligent wachsen". Heimatmärkte sind für den Baukonzern Österreich, die Schweiz, Deutschland, Polen und Tschechien. Auf den mittelost- und südosteuropäischen Märkten ist man in Rumänien, Bulgarien und Serbien präsent. In Ungarn habe man komplett auf nahezu null reduziert und sei für harte Auseinandersetzungen gewappnet. Im Jahr 2011 seien die Konsequenzen gezogen worden. Am Einbringen der Forderungen werde mit voller Härte gearbeitet etwa mit Klagen und Schiedsgerichtsverfahren. 2011 wurden in Ungarn 40 bis 50 Mio. Euro abgeschrieben.

Die internationalen Aktivitäten würden konzentriert auf Katar, Oman, Türkei und Saudi Arabien, wo derzeit der Markteinstieg mit der Bin-Laden-Gruppe als Partner vorbereitet wird. In diesen Ländern werde sehr viel in Infrastruktur investiert. Für Projekte seien keine Finanzierungen nötig. Die Region werde aber in den nächsten fünf bis sechs Jahre aber nicht mehr als 10 bis 13 Prozent am Umsatz haben.

Fortgesetzt wird auch der Verkauf von nicht-konzernnotwendigen Immobilien. Im Vorjahr seien es rund 100 Mio. Euro gewesen, heuer stünden knapp unter 200 Mio. Euro am Programm, davon seien 95 Mio. Euro bereits unterfertigt.

Bei aktuell laufenden Kapitalerhöhung, mit der sich die Porr bis zu 20,7 Mio. Euro an der Börse holen will und die sich an bisherige Aktionäre sowie an bestehende und ausgewählte Aktionäre im Rahmen einer Privatplatzierung richtet, habe es sehr viele Anfragen von möglichen zukünftigen Aktionären gegeben.

Der Anteil des Syndikats aus Strauss- und Ortnergruppe von derzeit rund 70 Prozent wird nach der Zusammenführung von Stamm- und Vorzugsaktien voraussichtlich bei knapp unter 75 Prozent liegen. Im Zug der zweiten Kapitalerhöhung werde er voraussichtlich verwässert und unter 70 Prozent liegen, aber nicht unter 51 Prozent rutschen.

Ab 2014 sei in Osteuropa ein enormer Nachholbedarf an Infrastruktur zu erwarten, wenn die EU-Mittel wieder fließen, und die Bauindustrie könne durchaus mit einer großen Nachfrage rechnen. Strauss ist durchaus optimistisch, dass die Porr ihren Platz behaupten werde. Großer Druck sei vor allem bei für die mittelständischen Unternehmen zu erwarten.

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