Porr-Chef erwartet diese Woche Klarheit über Pflichtangebot

Karl-Heinz Strauss, Chef der Baufirma Porr, erwartet noch in der laufenden Woche Klarheit über den geplanten Verkauf von 38 Prozent der Porr-Aktien an ihn und seine Partner.

Porr-Chef erwartet diese Woche Klarheit über Pflichtangebot

Karl-Heinz Strauss hatte angekündigt, das Paket der UniCredit -Tochter Bank Austria zu kaufen - allerdings unter der Voraussetzung, dass er kein Pflichtangebot an die übrigen Aktionäre unterbreiten muss. Die österreichischen Behörden halten das aber für notwendig.

"Die Übernahmekommission berechnet jetzt den Mindestkurs für die Stamm- und Vorzugsaktien, wo das Pflichtangebot liegen muss. Wenn das vorliegt, wird Strauss und Partner eine Entscheidung treffen", sagte der Porr-Chef dem "Wirtschaftsblatt" (Montagausgabe). "Diese Woche soll es soweit sein."

Mit dem 38-Prozent-Paket der Bank Austria soll der Anteil von Karl-Heinz Strauss auf 44 Prozent steigen. Er wäre dann der größte Einzelaktionär und dürfte im laufenden Jahr dank des Sparkurses von der Erholung der Firma profitieren. "Ich erwarte ein positives Ergebnis", sagte er dem Blatt mit Blick auf 2012. Im vergangenen Jahr hatte die Firma wegen der mauen Baukonjunktur einen Verlust von 80,5 Millionen Euro verbucht.