Nun ist es offiziell: Nabucco ist gescheitert

Nun ist es offiziell: Nabucco ist gescheitert

Das gab am Freitag der Regionalchef des Energiekonzerns BP, Gordon Birrell, bekannt, wie aserbaidschanische Staatsmedien laut dpa aus der Hauptstadt Baku berichteten. Nabucco kann damit nicht in der geplanten Form verwirklicht werden. Bereits am Mittwoch hatte die OMV ihre Niederlage in dem Bieterverfahren eingeräumt.

Die Röhre hätte in der letzten, schon deutlich abgespeckten Variante ("Nabucco-West") Gas über 1.300 km von der türkisch-bulgarischen Grenze zum Verteiler Baumgarten in Österreich bringen und von dort nach Europa liefern sollen. Stattdessen wird das Erdgas durch das Shah-Deniz II-Konsortium unter der Führung von BP durch die Pipeline TAP geliefert. Diese Leitung verläuft vom Kaspischen Meer über Griechenland, Albanien durch die Adria bis zum Süden Italiens und dann von dort weiter nach Westeuropa. An TAP sind die Energiekonzerne Axpo (Schweiz) und Statoil (Norwegen) mit je 42,5 Prozent sowie mit 15 Prozent der deutsche Konzern E.ON Ruhrgas beteiligt.

Bereits am Mittwoch hatte die OMV ihre Niederlage in dem Bieterverfahren eingeräumt. Nabucco bedauere, "dass der neue Gas-Highway, auf denen die 10 Milliarden Kubikmeter Gas aus den Shah Deniz Gasfeldern nach Europa transportiert werden sollten, nicht wie geplant realisiert wird", heißt es heute, Freitag, in einer Aussendung. Dennoch brauche der europäische Markt, vor allem die Länder Zentral- und Südosteuropas, eine "Diversifizierung" bei ihrer Gasversorgung. "Unserer Überzeugung nach bietet die Nabucco-Route die einzige Möglichkeit, diesen Bedarf zu decken. Nabucco ist zuversichtlich, anhand alternativer Gasquellen neue Marktchancen entwickeln zu können". Die Aktionäre des Konsortiums "werden nun die nächsten Schritte für Nabucco erörtern". Die OMV hat selber große Gasfunde im Schwarzen Meer gemeldet und will, falls sie groß genug sind, eventuell ihre Pipeline dafür weiterentwickeln.

Freude herrschte unter anderem bei der Schweizer Energiekonzern Axpo. Eine zehnjährige Planungsphase werde mit diesem Beschluss belohnt. Das erste Gas soll 2019 fließen. Konzernchef Heinz Karrer dankte insbesondere der Schweizer Regierung, die auf diplomatischen Kanälen zusammen mit europäischen Kreisen dieses auch für die Schweiz wichtige Projekt unterstützt habe, schreibt die sda. Die drei Gründungsunternehmen der TAG hatten schon früher bekanntgegeben, dass sie Energiekonzerne aus dem Shah-Deniz-II-Konsortium ins Boot holen wollen. Die britische BP, die aserbaidschanische Socar und die französische Total könnten so bis zu 50 Prozent der Aktien an TAP übernehmen.

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