Novomatic bleibt auf Expansionskurs: Umsatz legte zu

Novomatic bleibt auf Expansionskurs: Umsatz legte zu

Novomatic ist weiter stark auf Expansionskurs. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 hat der Glücksspielriese aus Gumpoldskirchen erneut mehrere Firmen, unter anderem aus der Handy- und Lotteriebranche, geschluckt. In den Niederlanden wurde Novomatic aufgrund mehrerer Übernahmen zum Marktführer.

Wie der Konzern bei der Londoner Glücksspielmesse ICE bekanntgab, legte der Gruppenumsatz im vergangenen Jahr weiter zu. Die österreichische Novomatic AG und die beiden Schwesterholdings Gryphon Invest AG und ACE Casino Holding AG hätten nach ersten Berechnungen einen addierten, nicht konsolidierten Umsatz von mehr als 3,3 Mrd. Euro erwirtschaftet, teilte das Unternehmen am Donnerstag in einer Aussendung mit. Im Vorjahr waren es 3,25 Mrd. Euro, hieß es aus dem Konzern.

Zum konsolidierten Umsatz sowie zum Ergebnis gab Konzernchef Franz Wohlfahrt in London noch nichts bekannt. 2012 hatte Novomatic seinen Umsatz um 11 Prozent auf 1,54 Mrd. Euro und den Gewinn um 21 Prozent auf 194,3 Mio. Euro gesteigert. Im ersten Halbjahr 2013 wuchs der Umsatz dank der weiteren Expansion in Italien sowie eines Zukaufs in Großbritannien auf 817,8 Mio. Euro (+10 Prozent). Das trieb allerdings die Kosten in die Höhe, zudem machten dem Konzern Währungsverluste in Lateinamerika zu schaffen, sodass der Periodenüberschuss in den ersten sechs Monaten 2013 um mehr als 40 Prozent auf 66,8 Mio. Euro einbrach.

Verstoß gegen Glücksspielgesetz

Novomatic, gegründet 1980 vom nunmehrigen Milliardär Johann Graf, macht mehr als 90 Prozent seines Umsatzes im Ausland. Zwischenzeitlich betreibt der Konzern in 1.500 eigenen Automatenspielhallen und Casinos sowie über Vermietungsmodelle mehr als 230.000 Spielautomaten und sogenannte Video Lotterie Terminals (VLT), das sind zentralvernetzte Geräte. Auf der heurigen Glücksspielmesse in London war das Unternehmen mit 13 Tochtergesellschaften auf 4.500 Quadratmetern präsent. Novomatic beschäftigt weltweit 20.000 Menschen, davon 3.000 in Österreich.

Hierzulande ergatterte die Sportwettentochter Admiral kürzlich mehrere Automatenlizenzen in den Bundesländern, zuletzt Oberösterreich. Bei den 12 Spielbanken kam der Konzern nicht zum Zug, rittert aber um Lizenzen für drei zusätzliche Casinos in Wien und Niederösterreich. An der rechtlichen Front setzte es kürzlich eine herbe Niederlage für Novomatic: Laut Oberlandesgericht (OLG) Wien verstoßen Novomatic-Automaten gegen das Glücksspielgesetz (GSpG); ein Automatenaufsteller hatte den Konzern wegen der "Actiontaste" verklagt, mit der Spieler ohne Zutun viel Geld setzen können. Das OLG-Urteil ist nicht rechtskräftig, Novomatic will berufen.

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