Milder Winter gibt Wienerberger Rückenwind

Milder Winter gibt Wienerberger Rückenwind

Dank der warmen Witterung sank das Betriebsergebnis (Ebit) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres deutlich von minus 48,8 Mio. auf minus 20,5 Mio. Euro. Der Nettoverlust verringerte sich von 65,9 auf 46,7 Mio. Euro, teilte das Unternehmen mit.

Der milde Winter hat dem weltgrößten Ziegelhersteller Wienerberger (ISIN AT0000831706) Auftrieb gegeben. Weil die Arbeit auf vielen Baustellen im ersten Quartal früher als sonst üblich angelaufen war, verringerte der österreichische Konzern seinen saisonüblichen Verlust.

Unter dem Strich stand ein Minus von 46,7 nach 65,9 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. "Letztes Jahr waren weite Teile Europas bis in den April mit Schnee bedeckt. Demgegenüber war die Bautätigkeit in Europa durch die warmen Temperaturen in diesem Winter beinahe durchgängig möglich", sagte Firmenchef Heimo Scheuch. An der Börse legte die Wienerberger-Aktie gut ein Prozent zu.

Europa-Geschäft läuft gut

Vor allem in wichtigen Ziegelmärkten wie Deutschland, Belgien und Großbritannien ziehe das Geschäft nach der Krise der vergangenen Jahre an, sagte Scheuch. In den Niederlanden und Frankreich erwartet der Firmenchef erst im kommenden Jahr Zuwächse. Weil dort wegen des milden Winters viele Bauvorhaben vorgezogen wurden, könne das Bauvolumen in den kommenden Monaten zurückgehen. In der Ukraine ist Wienerberger nicht mit einem eigenen Werk vertreten. Mögliche Auswirkungen der Krise auf umliegende Märkte in Osteuropa seien derzeit nicht abschätzbar, sagte Scheuch. Das für gewöhnlich profitable Geschäft in Russland mit insgesamt drei Werken laufe normal, sei allerdings wegen der schwachen Landeswährung Rubel unter Druck.

In Nordamerika hatte Wienerberger wegen des dort harten Winters zu Jahresbeginn mit Umsatz- und Ertragseinbußen zu kämpfen. Diese könne das Unternehmen im Jahresverlauf jedoch wieder aufholen, zeigte sich Scheuch zuversichtlich.

Erfreuliche Geschäftsentwicklung

Erfreulich entwickelten sich auch die Umsätze, die von 491,95 auf 584,62 Mio. Euro zulegten. "Das ist der höchste Umsatz in einem ersten Quartal der Wienerberger", so Konzernchef Heimo Scheuch. Die milde Witterung und die Kosteneinsparungen im Konzern hätten dazu geführt, dass Wienerberger "auch ein ansehnliches Ebitda" erzielte. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verzehnfachte sich im Berichtszeitraum von 2,1 auf 28,1 Mio. Euro.

Für das Gesamtjahr ist Scheuch zuversichtlich, Wienerberger auch unter dem Strich in die Gewinnzone zurückzuführen. Das Ziel für 2014 sei ein Ebitda in Höhe von 300 Mio. Euro. Die Abschreibungen belaufen sich voraussichtlich wieder auf rund 200 Mio. Euro; etwa 125 Mio. Euro werden investiert. Netto sollte ein Gewinn (ohne Minderheiten) von knapp unter 50 Mio. Euro in der Bilanz stehen.

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