Mayr-Melnhof: Die Zeiten werden härter

Mayr-Melnhof: Die Zeiten werden härter

Der Karton- und Verpackungskonzern Mayr-Melnhof stellt seine Aktionäre nach einem Gewinnrückgang zu Jahresbeginn auf schwierige Monate ein.

Die maue Wirtschaftsentwicklung drücke auf die Konsumlaune in Europa. Dadurch hielten sich Kunden bei der Bestellung von Faltschachteln und Kartons zurück. "Für unsere Industrie bedeutet das Konsolidierung im Kernmarkt Europa bei volatiler Planung seitens der Kunden und intensivem Preiswettbewerb", erklärte der Konzern am Mittwoch. Eine konkrete Prognose wagte das Unternehmen nicht.

Die Firma produziert große Kartons aus recyceltem Material sowie Faltschachteln für die Konsumgüterindustrie, die auch für Waschmittel, Tiefkühlpizza oder Hamburger verwendet werden. Im ersten Quartal schrumpfte das Betriebsergebnis um elf Prozent auf 38,4 Millionen Euro, während der Umsatz mit 497 Millionen Euro leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums lag.

Besonders zu spüren bekommt Mayr-Melnhof den Preiskampf im Kartongeschäft. Neben den niedrigeren Verkaufspreisen lastete der Umbau des deutschen Kartonwerks in Neuss auf den Zahlen. Die operative Rendite ging in dem Geschäftsbereich daher auf 4,8 von 7,4 Prozent zurück. Im Verpackungsgeschäft konnte der Konzern seine Rendite jedoch leicht auf 9,5 Prozent steigern. Allerdings habe sich am Ende des Quartals auch hier eine "zunehmend vorsichtigere Planung aus der Konsumgüterindustrie" abgezeichnet.

Angesichts der trüben Aussichten in Europa will Mayr-Melnhof in anderen Regionen wachsen. Im Herbst hatte die Firma die Übernahme des Konkurrenten Plegacol aus Kolumbien mit einem Jahresumsatz von 15 Millionen Euro angekündigt. "Den Expansionskurs werden wir risikobewusst weiter vorantreiben", erklärte das Unternehmen nun.

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