Lenzing will in China durchstarten

Lenzing will in China durchstarten

Der österreichische Faserhersteller Lenzing liebäugelt mit der Übernahme eines Viskoseproduzenten in China.

"Wir würden das nicht ausschließen", sagte Firmenchef Peter Untersperger zu Reuters. Möglich sei ein Ausbau der dortigen Aktivitäten sowohl mit einem Partner als auch allein.

Lenzing hat in China bereits ein Werk in Nanjing, das die Österreicher gemeinsam mit dem dortigen Partner Nanjing Chemical Fibre aufgebaut haben. Eine Übernahme komme für den oberösterreichischen Konzern mittelfristig nur dann infrage, wenn sie sich mehr lohne als der Aufbau eigener Kapazitäten. Konkrete Ziele habe die Firma derzeit nicht im Auge, sagte Untersperger.

Lenzing macht 60 Prozent seines Umsatzes in Asien. Im größten asiatischen Markt China fertigen Textilhersteller Kleidung sowohl für den wachsenden chinesischen Markt als auch für große Handelsketten in Europa und Amerika. "China ist ein Riesentextilmarkt", sagte Untersperger. Wegen der niedrigen Viskosefaserpreise seien jedoch viele der chinesischen Viskoseproduzenten in der Krise: Nach Einschätzung von Analysten dürfte der Großteil der dortigen Hersteller derzeit Verluste schreiben.

"Wenn die Faserpreise weiter auf diesem Level bleiben, könnten einige von Lenzings chinesischen Konkurrenten in Schwierigkeiten geraten", sagt Kepler-Analyst Stephan Trubrich. Dennoch erwartet er dort vorerst keine Übernahme durch Lenzing - zumal der Konzern seine Kapazitäten durch den Ausbau bestehender Standorte derzeit ohnehin stark steigert. Auch Raiffeisen-Analyst Bernhard Selinger sieht keine raschen Schritte. "Es gibt Tendenzen für eine Konsolidierung, aber das könnte eine Weile dauern", sagte er.

Der chinesische Viskosemarkt ist stark fragmentiert und in der Hand vieler, meist deutlich kleinerer Unternehmen als Lenzing. Die Oberösterreicher haben einen Anteil von 20 Prozent am Weltmarkt. Per Ende September hatte das Unternehmen rund 350 Millionen Euro an liquiden Mitteln.

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