Korruptionsverdacht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Hannes Ametsreiter

Korruptionsverdacht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Hannes Ametsreiter

Die Wiener Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Telekom-Austria-Chef Hannes Ametsreiter und frühere Konzernmanager wegen des Verdachts auf Schmiergeldzahlungen.

Diese sollen im Zusammenhang mit der Anmietung des Wiener Burgtheaters durch die Telekom zum Public Viewing bei der Fußball-EM 2008 geflossen sein, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag entsprechende Medienberichte. Die Telekom erklärte, Ametsreiter, der damals Marketingchef war, sei in die Vertragsverhandlungen nicht involviert gewesen.

Die Telekom hat nach eigenen Angaben 1,4 Millionen Euro für die Miete des Burgtheaters ausgegeben. Allerdings habe es keinen direkten Mietvertrag mit dem Theater gegeben, weil sich ein parteinahes Medienunternehmen bereits vorab die Mietrechte gesichert habe. Dem Nachrichtenmagazin "News" zufolge bezahlte der Zwischenmieter allerdings lediglich 850.000 Euro für den Exklusivvertrag.

Laut Telekom gehen die Ermittlungen auf eine anonyme Anzeige vom Mai 2012 zurück. "Die darin enthaltenen Vorwürfe sind aus Sicht des Unternehmens nicht nachvollziehbar", hieß es in der Stellungnahme. Bei einer internen Untersuchung habe der Konzern keinerlei Unregelmäßigkeiten festgestellt und habe den Behörden alle relevanten Unterlagen übergeben.

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