Immofinanz: Neubewertung frisst die Hälfte des Gewinns auf

Immofinanz: Neubewertung frisst die Hälfte des Gewinns auf

Die börsenotierte Immofinanz hat zum Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 (per 30. April) fast 97 Mio. Euro aus der Zeitwertanpassung verloren, ihr Konzernergebnis ging um 61 Prozent auf 103,3 Mio. Euro zurück, teilte das Unternehmen am Mittwochabend ad hoc mit.

Die Mieterlöse legten dagegen um 15,1 Prozent auf 326,7 (283,7) Mio. Euro zu, das Ebit ging um 47,6 auf 324,7 (619,3) Mio. Euro zurück.

"Die aktuell vorliegenden Ergebnisse sind eine solide Basis für einen guten Start in die zweite Hälfte unseres Geschäftsjahres und gleichzeitig ins neue Kalenderjahr", meinte Immofinanz-CEO Eduard Zehetner, der auf die 40-prozentige Wertsteigerung der Aktie im heurigen Jahr hinwies.

Zehetner kündigte an, dass das geplante operative Ergebnis von 600 Mio. Euro heuer nicht erreicht werden kann. "Das getrübte makroökonomische Umfeld und die Staatsschuldenkrise in Europa beeinflussen auch die Entwicklung der Ergebnisse der Immofinanz Group."

Zum währungsbereinigten Neubewertungsergebnis von -96,6 Mio. Euro gesellten sich im ersten Halbjahr verringerte Ergebnisse aus der Immobilienentwicklung in Höhe von 37,6 Mio. Euro sowie ungünstigere Währungsentwicklungen (-50,7 Mio. Euro), geht aus der Aussendung hervor. Das Unternehmen erläutert morgen, Donnerstag in einer Pressekonferenz seine Halbjahresergebnisse.

Buwog-Börsengang und Sonderdividende

Die Immofinanz will außerdem ihre Wohnungstochter Buwog mit Übernahmen in Deutschland für einen späteren Börsengang aufhübschen. "Wir sind interessiert an Immobilien im Westen Deutschlands, je größer die Stadt, umso besser", sagte Immofinanz-Chef Eduard Zehetner am Mittwoch zu Reuters. Damit soll das Immobilienportfolio der Buwog auf vier bis fünf Milliarden Euro von derzeit 2,6 Milliarden Euro wachsen.

Auf dem Weg dahin habe die Immofinanz mehrere Möglichkeiten. Zuletzt hatte sie Interesse an der BayernLB -Tochter GBW signalisiert. "Die GBW-Immobilien könnten für den Käufer teuer werden. Mehr darf ich darüber nicht sagen", sagte der Manager.

Bis Montag mussten Interessenten unverbindliche Angebote für die 32.000 GBW-Wohnungen in München und Nürnberg abgeben. Kreisen zufolge sind daran auch die Augsburger Patrizia Immobilien, bayerische Kommunen sowie die österreichische Conwert interessiert - jeweils im Verbund mit einem Konsortium aus Versicherern und Pensionsfonds.

Käme Immofinanz bei einem derartigen Verkauf zum Zug, hätte die Tochter Buwog auf einen Schlag jene Größe, die sich Zehetner für den in Deutschland geplanten Börsengang wünscht. Dieser sei frühestens 2014 geplant. "Unser Wunsch wäre es, in einer Erstplatzierung 60 bis 70 Prozent loszuwerden", sagte der Manager.

Von dem Schritt sollen auch die Aktionäre profitieren, die in den vergangenen Jahren durch den Beinahe-Kollaps des Unternehmens viele Tiefen erlebt hatten. "Ein Verkauf der Buwog könnte eine außerordentliche Dividende mit sich bringen", stellte Zehetner in Aussicht.

Längerfristig wolle sich die Immofinanz von ihrer Wohnungstochter Buwog komplett trennen. Sie macht derzeit rund ein Drittel des gesamten Immobilienbestands aus. Das Unternehmen solle danach als Gewerbeimmobilienfirma mit Schwerpunkt in Russland und Polen aktiv sein - allerdings wohl unter einem anderen Vorstandschef: Zehetner selbst will den Konzern mit dem Ende seines Vertrags Ende November 2014 verlassen. "Beim Auslaufen meines Vertrages bin ich 63 Jahre alt und sehe diesen Lebensabschnitt für mich als beendet", sagte er. Er hatte das Ruder nach der Krise Ende 2008 übernommen.

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