Immofinanz: Nettogewinn um mehr als die Hälfte eingebrochen

Immofinanz: Nettogewinn um mehr als die Hälfte eingebrochen

Der Rückgang beim Nettogewinn um 160,4 Millionen Euro ist laut Immofinanz-Chef Eduard Zehetner "überwiegend auf geringere positive Effekte aus der Immobilienbewertung zurückzuführen". Währungsbereinigt hätten sich diese um 170,7 Mio. auf 37,9 Millionen Euro reduziert.

Das abgelaufene Geschäftsjahr sei von der "Konzentration auf das operative Geschäft" geprägt gewesen - "und wir können dabei auf mehr als solide Wachstumsraten verweisen", meint der Immofinanz-CEO.

"Der Cashflow aus dem Ergebnis erhöhte sich um 8,0 Prozent auf 408,5 Millionen Euro, der nachhaltige Unternehmens-Cashflow wurde um 27,1 Prozent auf 341,0 Millionen Euro bzw. auf 0,33 Euro je Aktie gesteigert", so Zehetner.

Die Dividende für das abgelaufene Immofinanz-Geschäftsjahr werde - vorbehaltlich der Zustimmung der HV am 2. Oktober - mit 15 Cent je Aktie bestätigt.

Freude herrschte beim Immofinanzchef trotz des mehr als halbierten Nettogewinns über "die Immobilienmaschine, die ihre Drehzahl deutlich erhöht" habe. Dies gelte in erster Linie für die Verkaufsaktivitäten der Immofinanz, "wo mit einem Volumen von 661,3 Millionen Euro ein neuer Rekordwert erreicht wurde. Damit habe man einen Zielrahmen für drei Jahre um 153,2 Millionen Euro oder 10 Prozent übertroffen. In diesen Zahlen nicht enthalten seien Immobilien, mit dem Buchwert von 583,4 Millionen Euro, die zur Bilanz (30. April) zum Verkauf klassifiziert waren. "Bei vielen dieser Immobilien ist zwischenzeitlich der Verkauf bereits erfolgt oder zumindest der Vertrag unterschrieben", so Zehetner.

Der Rückgang des Ergebnisses der Geschäftstätigkeit (Ebit) von 692,09 Millionen Euro im Vorjahr auf nunmehr 508,9 Millionen Euro sei auf das negative sonstige Bewertungsergebnis von minus 33,2 Millionen Euro inklusive Währungseffekten zurückzuführen. Weiters begründe sich der Rückgang auf die im Vorjahresvergleich um 170,7 Millionen Euro reduzierten positiven Effekte aus der währungsbereinigten Immobilienbewertung von 208,7 auf 37,9 Millionen Euro sowie einem negativen Einmaleffekt in Höhe von 106,4 Millionen Euro wegen der "Anpassung der Kaufpreisverbindlichkeit für den Erwerb des Shopping Centers Golden Babylon Rostokino in Moskau".

Buwog soll 2014 an die Börse

Für das laufende Geschäftsjahr 2013/14 will die Immofinanz die Entwicklungsaktivitäten erhöhen, damit sie entsprechende Ergebnisbeiträge generieren. Vor allem aber plant die Immofinanz für 2014, "die in der BUWOG gebündelten Wohnungsbewirtschaftungs- und Wohnungsentwicklungsaktivitäten in Deutschland und Österreich von der Immofinanz Gruppe zu trennen", so Zehetner. "Das wird entweder durch einen Börsengang via Initial Public Offering (IPO) oder Spin-off erfolgen."

Ob es zum IPO oder Spin-off kommt, ist laut dem Immofinanzchef davon abhängig, "wie sich das relevante Marktumfeld zum Umsetzungszeitpunkt präsentieren wird". Beiden Optionen würden so gestaltet, "dass ein fairer Ausgleich der Interessen von Unternehmen und Aktionären stattfindet, insbesondere im Hinblick auf die liquiditätsmäßigen Konsequenzen der einzelnen Alternativen", sagt Zehetner.

Der nach dem Börsegang verbleibende kommerzielle Teil des Immofinanz-Konzerns werde sich "auf die hochprofitablen Marktsegmente Einzelhandel, Büros und Logistik mit Schwerpunkt Zentral- und Osteuropa konzentrieren". Der Fokus werde auf der Immobilienentwicklung liegen, die auch Eigentumswohnungsentwicklung zum Verkauf im CEE-Raum miteinschließen werden.

Ansonsten werde man sich im angelaufenen Geschäftsjahr - "wie bisher auch" - immobilienwirtschaftlichen Optimierungszielen verschreiben, also etwa Leerstände reduzieren, hieß es.

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