Immofinanz – Mieterlöse steigen, Gewinn bricht ein

Immofinanz – Mieterlöse steigen, Gewinn bricht ein

Die börsenotierte Immofinanz hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2012/13 (Mai 2012 bis Jänner 2013) zwar um 12,7 Prozent höhere Mieterlöse (492,9 Mio. Euro nach 437,3 Mio. Euro) verbucht, und die Immobilienverkäufe vor Währungseffekten um 51,1 Prozent von 41,6 Mio. Euro auf 62,8 Mio. Euro erhöht.

Zugleich ist aber der Konzerngewinn um 22 Prozent von 269,4 auf 210,1 Mio. Euro gefallen, teilte das Unternehmen am Mittwochabend ad hoc mit.

Das um Wechselkurseffekte und Derivate bereinigte Konzernergebnis sank sogar um 40,6 Prozent von 272,9 Mio. Euro auf 162,1 Mio. Dieser Rückgang sei auf die im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzierte währungsbereinigte Neubewertung des Immobilienvermögens - EUR 24,7 Mio. nach EUR 160,8 Mio. - zurückzuführen. Das operative Ergebnis sei um 6,7 Prozent von 372 auf 396,8 Mio. Euro gestiegen.

Für das vierte Quartal geht das Unternehmen von einer weiteren positiven Entwicklung des operativen Ergebnisses aus. Auch laufen derzeit die Vorbereitungsarbeiten für ein Zweit-Listing an der Börse Warschau. Die BUWOG Gruppe soll im Hinblick auf einen möglichen Börsengang durch weitere Immobilienzukäufe in Deutschland gestärkt werden.

Der verwässerte Net Asset Value (NAV) je Aktie beträgt zum 31. Jänner 2013 5,62 Euro, um 5,5 Prozent mehr als am 30. April 2012 (5,33 Euro). Darüber hinaus erfolgte am 15. Oktober 2012 eine Dividendenausschüttung in Höhe von EUR 0,15 je Aktie.

Da die starken Anstiege der Erträge aus dem Asset Management und bei den Immobilienverkäufen die verringerten Erträge aus der Immobilienentwicklung kompensieren, liegt das operative Ergebnis mit 396,8 Mio. Euro um 6,7 Prozent über dem Vorjahreswert von 372,0 Mio. Euro. Da aber aus Neubewertungen(inklusive Währungseffekte) heuer nur 47,9 Mio. Euro zu Buche schlugen, statt wie im Vorjahr 318,9 Mio. Euro, fiel das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (Ebit) von 690,9 Mio. Euro auf 444,7 Mio. Euro, heißt es in der ad-hoc-Mitteilung.

Das Finanzergebnis verbesserte sich von -377,7 Mio. Euro auf -188,9 Mio. Euro, besser als im Vorjahresvergleich (EUR -377,7 Mio.).

Deutschland weiter im Visier

Die Immofinanz hat den deutschen Markt auch nach dem Ausstieg aus dem Bieterwettstreit um die BayernLB -Immobilien im Visier. Die Wohnimmobilientochter Buwog "soll im Hinblick auf einen möglichen Börsengang durch weitere Immobilienzukäufe in Deutschland gestärkt werden", teilte das Unternehmen am Mittwochabend bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen mit. Mit den 32.000 Wohnungen der BayernLB-Tochter GBW wollte die Immofinanz ihre eigene Wohnungstochter aufhübschen, um sie ab 2014 an die Börse zu bringen. Mitte Februar hatten die Österreicher jedoch die Flinte ins Korn geworfen.

Genug Geld für die geplante Expansion dürfte der Konzern haben, obwohl der Konzerngewinn in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2012/13 um 22 Prozent auf 210 Millionen Euro schrumpfte. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch von einer massiven Aufwertung seiner Immobilien profitiert, die im laufenden Jahr nicht so üppig ausfiel. Der operative Gewinn stieg dank höherer Mieterlöse und gestiegener Einnahmen aus dem Verkauf und der Verwaltung von Immobilien um knapp sieben Prozent auf 396,8 Millionen Euro.

Bis zum Abschluss des noch bis Ende April laufenden Geschäftsjahres erwartet Firmenchef Eduard Zehetner keine großen Veränderungen. "Für das vierte Quartal gehen wir von einer weiteren positiven Entwicklung des operativen Ergebnisses aus", sagte er. Neben dem Tagesgeschäft bereite sich Immofinanz auch auf das geplante Zweitlisting an der Warschauer Börse vor. Zwei Drittel der Immofinanz-Liegenschaften bestehen aus Büros, Einkaufszentren und Logistikimmobilien in Österreich, Deutschland und Osteuropa.

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