Immofinanz: Mehr Gewinn, aber getrübter Ausblick

Mehr Gewinn, aber trotzdem keine große Freude bei der Immofinanz. Die Krim-Krise und ein möglicher anhaltender Wertverfall des russischen Rubel dämpfen die Erwartungen von Konzernchef Eduard Zehetner.

Immofinanz: Mehr Gewinn, aber getrübter Ausblick

Die Immofinanz-Gruppe hat ihr Konzernergebnis zwischen Mai 2013 und Jänner 2014 um 7,1 Prozent gesteigert. Der Immobilienkonzern weist im Geschäftsjahr 2013/14 nach neun Monaten einen Gewinn von 225,8 Mio. Euro aus, nach 210,8 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.

Beim Ausblick bleibt der Immofinanz-Vorstand vorsichtig: Zuletzt sei die Erholung der Märkte negativ durch die Krim-Krise beeinflusst gewesen. "Inwieweit sich diese auf die kommerzielle Entwicklung der Immofinanz-Zielmärkte, insbesondere auf Russland, auswirken wird, kann nicht abgeschätzt werden", heißt es in der Aussendung. "Ein anhaltender Wertverfall des Rubels könnte so manche unserer Mieter unter Druck bringen", warnt Konzernchef Eduard Zehetner.

Grundsätzlich sind die Mieteinnahmen der Immofinanz aus dem russischen Einzelhandels-Portfolio zwar an den Euro oder den US-Dollar gekoppelt, weshalb die Veränderung des Rubelkurses keinen unmittelbaren Einfluss auf das Ergebnis im Asset Management hat. Aber, so Zehetner: "Natürlich sind wir als Eigentümer von Einkaufszentren vom wirtschaftlichen Erfolg unserer Mieter abhängig",

Gute Geschäfte

Die Immofinanz hat seit Mai 2010 Immobilien für 2,52 Mrd. Euro verkauft und damit das Fünfjahres-Verkaufsprogramm wie erwartet vorzeitig erfüllt. "In den ersten drei Quartalen 2013/14 haben wir Immobilien im Gesamtwert von EUR 863,1 Mio. verkauft", erklärte Immofinanz-CEO Eduard Zehetner in der Aussendung am Mittwochabend.

Man wolle im Transaktionsbereich auch weiterhin das Verkaufstempo beibehalten. "Erst vor kurzem haben wir zwei Bürogebäude für insgesamt knapp 29 Mio. Euro über Buchwert verkauft: das Airport Office III in Düsseldorf sowie das Objekt Arbes in Prag. In beiden Fällen traten institutionelle Investoren als Käufer auf", so Zehetner.

Der Vorstand geht davon aus, den Unternehmenwert im laufenden Geschäftsjahr weiter steigern zu können - dank "weiterer Optimierung des Portfolios" und des Verkaufsprogramms sowie der "Intensivierung der Entwicklungsaktivitäten mit Schwerpunkten Deutschland, Polen, Russland und Rumänien". Durch die Abspaltung der Buwog komme zudem zu einer Verbesserung wesentlicher operativer und finanzieller Kennzahlen. Die künftige Ausrichtung eröffne außerdem bessere Möglichkeiten für strategische Transaktionen.