Immofinanz wirft bei GBW-Kauf die Flinte ins Korn

Die Immofinanz hat am Mittwoch nach eigenen Angaben ihr Angebot für die auf mehr als zwei Milliarden Euro taxierte Übernahme der GBW zurückgezogen. "In der gegebenen Konstellation ist die Bildung eines deutsch-österreichischen börsennotierten Wohnimmobilienkonzerns in einem für uns akzeptablen Zeitrahmen nicht machbar", sagte Immofinanz-Chef Eduard Zehetner.

Immofinanz wirft bei GBW-Kauf die Flinte ins Korn

Einen Grund dafür nannte er nicht. Immofinanz wollte mit der GBW ihre eigene Wohnimmobilien-Tochter Buwog stärken und diese an die Börse bringen.

An den Börsenplänen für die Buwog halte Immofinanz aber fest. "Das strategische Ziel, das bestehende Wohnimmobiliengeschäft unter Leitung der 100-Prozent-Tochter Buwog durch Zukäufe und Eigenentwicklungen in Deutschland zu stärken, bleibt unverändert aufrecht. Das gilt auch für die Option eines nachfolgenden Börsengangs der Buwog", erklärte die Immofinanz.

Immofinanz hatte zu einer Handvoll Interessenten gehört, die bis März in die Bücher der GBW mit ihren rund 32.000 Wohnungen schauen und die Bestände prüfen dürfen. Dazu zählen nach Angaben aus Finanzkreisen die Augsburger Patrizia, die österreichische Conwert sowie ein Bieterkonsortium um die bayerischen Kommunen München und Nürnberg. Die zweitgrößte deutsche Landesbank will den Wohnungsverkauf, voraussichtlich der größte in diesem Jahr in Deutschland, bis Ende April vom Tisch haben - rechtzeitig vor der bayerischen Landtagswahl und dem Bundestagswahlkampf.