Hedgefonds ärgert Andritz

Hedgefonds ärgert Andritz

Der US-Hedgefonds Elliott Management, der sich nach dem Bekanntwerden der Offerte mit zehn Prozent - oder rund 60 Millionen Euro - bei Schuler eingekauft hatte, hält die gebotenen 20 Euro je Aktie für zu wenig, wie aus einem Reuters vorliegenden Brief an den Schuler-Vorstand hervorgeht.

Sie lägen "deutlich unter dem wahren Wert der Gesellschaft", heißt es in dem Schreiben. Am Donnerstag wird die Stellungnahme des Schuler-Vorstands erwartet, die er zu dem Angebot abgeben muss. Ein Schuler-Sprecher wollte sich dazu am Montag nicht äußern.

Elliott hat allerdings wenig Druckmittel. Andritz hat sich von den Schuler-Großaktionären und am Markt zusammen schon 63,5 Prozent der Anteile gesichert. Die Österreicher haben auch keine Beteiligungsschwelle gesetzt, die erreicht werden müsste, damit das Angebot Gültigkeit erreicht. Allerdings kann Andritz erst mit mehr als 75 Prozent der Anteile einen Beherrschungsvertrag abschließen, der dem Konzern Zugriff auf die Finanzmittel von Schuler gäbe.

Es gehört zu den Strategien von Elliott, sich in laufende Übernahmeprozesse einzumischen und auf ein höheres Angebot zu spekulieren - oder darauf zu drängen. Auf ähnliche Weise hatte sich der Investor auch beim Kranbauer Demag Cranes und beim Notebook-Hersteller Medion engagiert.

In dem Schreiben an den Vorstand argumentiert Elliott, mit Schuler vergleichbare Firmen würden an der Börse mit mehr als dem Sechsfachen des für 2012 zu erwartenden operativen Gewinns (Ebitda) gehandelt, während Andritz nur das 5,3-Fache biete. Die für 2014 geplanten Umsätze und Gewinne würden nach Schätzungen von Analysten schon in diesem Jahr erreicht. Der Vorstand müsse erst eine neue mittelfristige Planung erstellen, um den Anlegern eine Beurteilung der Aussichten für Schuler zu ermöglichen. Der Investor warnte den Vorstand daher, den Aktionären die Annahme des Angebots von Andritz zu empfehlen. Elliott habe "erhebliche Bedenken", dass es angemessen sei.

Die Analysten von Equinet hatten schon unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Offerte Ende Mai ein Kursziel von 26 Euro für Schuler errechnet. Am Montag lag die Aktie mit 20,31 Euro leicht über dem Andritz-Angebot.

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