Gewinne bei OMV brechen ein

Gewinne bei OMV brechen ein

Der Gewinn des teilstaatlichen österreichischen Öl-und Gaskonzerns OMV schrumpfte 2013 von 1,79 Milliarden Euro auf 1,729 Milliarden Euro. Das Unternehmen erhöhte die Dividende dennoch auf 1,25 Euro je Aktie, 2012 wurde 1,20 Euro je Aktie ausgeschüttet.

OMV-Chef Gerhard Roiss verweist angesichts des Gewinnrückgangs im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem auf "bedeutende Fortschritte", die man bei der Umwandlung von einem vorwiegend Downstream (Raffinerien, Tankstellen) orientierten in einen auf Upstream (Förderung) fokussierten integrierten Öl- und Gaskonzern erzielt habe.

Der abgeschlossene Erwerb von Statoil-Beteiligungen in der Nordsee um 2,65 Mrd. Dollar (1,93 Mrd. Euro) werde eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der neuen Strategie spielen, sagte Roiss laut Aussendung am Mittwoch. Finanziert habe man diese Akquisition großteils durch eine Reduktion des Working Capitals. Der Verschuldungsgrad sei zwar bis Jahresende 2013 auf 30,1 Prozent gestiegen (von 25,8 Prozent vor einem Jahr), das entspreche aber dem langfristigen Ziel.

Das Investitionsvolumen hat sich - vor allem durch den Nordsee-Zukauf - auf 5,226 Mrd. Euro (2,426 Mrd.) mehr als verdoppelt. Die Nettoverschuldung erhöhte sich von 3,747 Mrd. auf 4,371 Mrd. Euro, vor allem durch die Emission einer 500-Millionen-Anleihe Mitte November 2013.

Gesamtjahr: Rückgang der Tagesproduktion um 5 Prozent

Die OMV-Gesamttagesproduktion von Erdöl, NGL (Natural Gas Liquids) und Erdgas lag im 4. Quartal trotz des Beitrags der zusätzlichen Mengen des kürzlich erworbenen Assets Gullfaks in der norwegischen Nordsee mit 277.000 boe/d (Barrel Öl-Äquivalente) um 8 Prozent unter dem Niveau des Schlussquartals 2012. Im Gesamtjahr betrug der Rückgang der Tagesproduktion 5 Prozent, bedingt durch Produktionsausfälle wegen der unsicheren Lage in Libyen, den Verkauf einer Beteiligung in der britischen Nordsee und einer geringeren Produktion in Österreich. Die Tagesproduktion der Rumänien-Tochter Petrom war im 4. Quartal um 1 Prozent geringer als vor einem Jahr.

Libyen drückt Verkäufe, Einigungen mit Statoil und Gazprom

Die Gesamtverkaufsmenge sank, hauptsächlich durch geringere Verkaufsmengen in Libyen, Neuseeland und dem Jemen, um 14 Prozent.

Als Erfolg verbuchte die OMV die Einigung mit dem Gaslieferanten Statoil auch eine Senkung des Gaspreises, und auch mit der russischen Gazprom habe man eine Übergangsvereinbarung über billigere Gaslieferungen getroffen.

Durch den Verkauf des 45-Prozent-Anteils am Raffinerieverbund Bayernoil habe man auch beim Verkaufsprogramm einen wichtigen Fortschritt gemacht. "Wir haben nun das Portfolio, um unser Produktionsziel für 2016 zu erreichen. Das sind 400.000 Fass an Öläquivalent pro Tag", sagte Roiss.

Für 2014 erwartet die OMV ein Produktionsniveau von 320.000 bis 340.000 boe/d - das Raffinerie- und das Gasgeschäft dürften weiterhin schwierig bleiben.

Am Vormittag ab 10 Uhr erläutert der OMV-Vorstand in der Bilanzpressekonferenz Details.

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