Flughafen Wien leidet unter Airline-Schrumpfkurs und hartem Winter

Flughafen Wien leidet unter Airline-Schrumpfkurs und hartem Winter

Der Wiener Flughafen erwartet im laufenden Jahr einen Passagierrückgang. Gründe sind Kapazitätskürzungen bei den wichtigsten Airlinekunden und Flugausfälle durch den harten Winter.

Allein im Zeitraum bis Ende Mai habe das Unternehmen 2,2 Prozent weniger Fluggäste abgefertigt, sagte Flughafen-Co-Vorstand Julian Jäger am Freitag. Für das Gesamtjahr gehe der Konzern nun von einer Passagierentwicklung "zwischen null und minus ein Prozent" im Vergleich zum Vorjahr aus. Zuvor hatte das Unternehmen eine Spanne von plus ein bis minus ein Prozent erwartet.

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2012 war die Zahl der Passagiere am größten heimischen Flughafen noch um fünf Prozent auf 22,2 Millionen gewachsen. Hauptgrund für den erwarteten Rückgang seien die Kapazitätskürzungen bei den Hauptkunden Austrian Airlines und flyniki, die mit dem Schrumpfkurs ihre Durchschnittserträge steigern wollen. Dennoch hält der Flughafen an dem Ziel fest, 2013 einen Nettogewinn von mehr als 65 Millionen Euro zu erwirtschaften. 2012 waren es noch knapp 72 Millionen Euro.

Einkaufsfläche soll ausgebaut werden

Um sich vom reinen Airline-Geschäft unabhängiger zu machen, will der Flughafen seine Einkaufsflächen ausbauen und damit die durchschnittlichen Nettoumsätze pro Passagier steigern. Längerfristig ist hier laut Jäger ein Plus auf drei Euro je Fluggast denkbar. Im laufenden Jahr sollen die Erträge auf bis zu 2,10 Euro je Passagier steigen.

Umbau des Terminal 2 soll in Angriff genommen werden

Neben den laufenden Investitionen für die Erneuerung der bestehenden Infrastruktur will der Flughafen ab 2016 rund 150 bis 250 Millionen Euro in die Erneuerung oder Erweiterung des derzeit nicht genutzten Terminals 2 investieren. Und wenn die seit 2011 im Amt befindlichen Flughafen-Vorstände Julian Jäger und Günther Ofner etwas von ihren Vorgängern gelernt haben, dann, sich Zeit zu nehmen und nicht vorschnell Ankündigungen zu machen.

Der schon in die Jahre gekommene Terminal 2 am Flughafen Wien-Schwechat soll "erneuert und/oder erweitert" werden, Ende des Jahres wollen die Vorstände dem Aufsichtsrat ihre Ideen dazu vorstellen.

Von konkreten Plänen könne keine Rede sein: "Vor 2016 kann dort kein Geld ausgegeben werden", stellte Ofner am Freitag im Klub der Wirtschaftspublizisten klar. Denn bis 2016 befinde sich das börsenotierte Unternehmen in einer Phase der Entschuldung.

In fünf bis zehn Jahren werde der Terminal 2, das älteste Mittelstück am Flughafen, nicht mehr existieren können, sagte Ofner. Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Ideen haben sich die Chefs vom englischen Ingenieursbüro Arup geholt. Für die Erweiterung oder Erneuerung sind 150 bis 250 Millionen Euro eingeplant. Was der Flughafen dort plant, wurde nicht genannt, es sollen aber in jedem Fall mehr Shoppingflächen entstehen. Der Terminal 2 ist Teil eines Milliarden-Investments, das der Flughafen Wien in den nächsten zehn bis 15 Jahren stemmen will.

Allein in die Erhaltung des Bestehenden fließen pro Jahr 40 bis 60 Millionen Euro. Millionenbeträge sollen in den kommenden Jahren in den Ausbau der Infrastruktur, Rollwege, Parkpositionen, die Erneuerung des Cargocenters, ein zusätzliches Parkhaus und die Fertigstellung des Bahnhofes fließen. Allein heuer investiert der Flughafen 115 Millionen Euro.

Dividendenpolitik unverändert

An der Dividendenpolitik werde man vorerst nichts ändern. Der Flughafen Wien schüttet seinen Aktionären 40 Prozent des Nettogewinns aus. "Wenn die Ertragskraft zunimmt, gibt's auch eine höhere Dividende", sagte Vorstand Günther Ofner. Da sich die Liquidität der Aktie nicht zufriedenstellend entwickle, werde ein weiterer Market Maker engagiert. Zumeist handelt es sich dabei um eine Bank. Eine Zweitnotiz an einer anderen Börse schloss Ofner auf Nachfrage nicht aus.

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