Erste Group-Aktie legt nach Geschäftszahlen Absturz hin

Erste Group-Aktie legt nach Geschäftszahlen Absturz hin

Nachdem die Erste Group am Freitag am Freitag ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentierte, stürzte die Aktie im Frühhandel deutlich ab. Die Bankengruppe muss ihre Dividende für 2013 halbieren.

Im Anschluss an die Veröffentlichung der Jahreszahlen sind die Aktien der Erste Group am Freitag an der Wiener Börse mit deutlichen Abschlägen in den Handel gestartet. Die Titel stürzten in den ersten Handelsminuten um 7,72 Prozent auf 26,42 Euro ab. Auch der ATX zeigte sich davon deutlich belastet und gab bis etwa 9.10 Uhr 1,42 Prozent auf 2.605,19 Einheiten ab.

Der Jahresgewinn der Bank brach 2013 von 483,5 Mio. Euro auf 61 Mio. Euro ein. Analysten hatten dies jedoch nach der Gewinnwarnung vom 11. Februar bereits erwartet. Belastet wurde das Ergebnis vor allem von teuren Abschreibungen auf die Rumänien-Tochter BCR, aber auch der Ausstieg aus der Ukraine wirkte sich negativ aus. Die Dividende für das abgelaufene Jahr wurde von 40 Cent auf 20 Cent halbiert.

Für die Analysten der Citigroup kamen die schwachen Zahlen wenig überraschend. Belastend für den Aktienkurs dürften aber vor allem die gesunkene Dividende sowie der eher schwache Ausblick wirken, schreiben die Experten in einer ersten Reaktion.

Für das laufende Jahr 2014 rechnet die Bank nach eigenen Angaben mit einem Rückgang der Kreditrisikokosten von höchstens fünf Prozent. Das Betriebsergebnis will die Erste Group heuer "stabil" halten, also bei rund 3,1 Mrd. Euro "plus/minus zwei Prozent".

Hypo auch für Erste Group ein Problem

Erste-Chef Andreas Treichl erwartet heuer einen operativen Gewinn in etwa am Niveau von 2013. Die faulen Kredite vor allem in Rumänien will er 2014 deutlich abbauen, Kosten senken und den Konzern insgesamt stärken. Vor Analysten sprach er am Freitag das spezielle Umfeld in Österreich wegen der abzuwickelnden staatlichen Problembank Hypo Alpe Adria an. "Wir wissen nicht, wie das ausgeht", meinte Treichl. Man wisse noch nicht, welche Wahl die Regierung treffe und welche Folgen dies für das Land und für die Erste selbst haben werde.

Im bisherigen Problemland Rumänien will die Erste Group im Jahr 2014 ihren Bestand an faulen Krediten um 15 bis 20 Prozent abbauen. Ende Dezember 2013 waren bei rückläufiger Bruttokreditentwicklung im Konzernschnitt 9,6 (Vorjahr: 9,2) Prozent der Kredite notleidend. Am höchsten ist der Anteil fauler Kredite in Rumänien (30,6 Prozent), gefolgt von Ungarn (26,8 Prozent). In Österreich lag die sogenannte NLP-Quote Ende des Jahres stabil bei 5,5 Prozent. In der Slowakei waren es 5,6 Prozent, in Tschechien 4,7 Prozent.

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