Erste stellt Bedingungen für Kauf der kroatischen Postbank

Erste stellt Bedingungen für Kauf der kroatischen Postbank

Andreas Treichl bestätigt das Interesse der Erste Group an der kroatischen Hrvatska postanska banka. Eine mögliche Übernahme hänge aber davon ab, ob die kroatische Regierung auf Maßnahmen wie in Ungarn - Stichwort Bankensteuer und Fremdwährungskredite - verzichte.

Für Treichl ist die Übernahme allerdings nur eine kleine Transaktion, die von der kroatischen Erste-Gesellschaft selbst gestemmt werden kann. Andere Übernahmen seien derzeit "nicht am Teller", so Treichl in einer Analysten-Telefonkonferenz.

Eine Due Diligence-Prüfung ist angelaufen, dann sollte fest stehen, ob definitiv geboten wird. Als Interessentin tritt die Kroatien-Tochter Erste&Steiermärkische Bank auf.

Lösung für Ungarn

Was den Streit um Fremdwährungskredite in Ungarn betrifft, so ist Treichl zuversichtlich, dass es bald zu einer Lösung kommen könnte. Wirtschaftsminister Mihaly Varga hatte kürzlich einen Vorschlag des ungarischen Bankenverbandes für eine Lösung des Konflikts abgelehnt. Die ungarische Regierung wird nun Anfang November einen eigenen Vorschlag ins Parlament einbringen. Dies sei ein "interessantes Ereignis", findet Treichl.

"Wir treten in Verhandlungen. Wir sind zuversichtlich, dass wir eine vernünftige, ausverhandelte Lösung in den kommenden vier Wochen finden werden". Er sei derzeit "relativ positiv" gestimmt, dass es zu einer Einigung kommen werde, aber die ungarische Regierung könne ihren Standpunkt im Wochenrhythmus auch wieder ändern. Vor der Wirtschaftskrise 2008/09 haben viele Personen in Ungarn Kredite in Euro oder Franken aufgenommen und können diese wegen der schwachen ungarischen Währung Forint nicht mehr zurückzahlen

Gewinneinbruch

Davor hatte Treichl die Ergebnisse der ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Wie von Analysten vermutet hat die Bankengruppe dabei einen Nettogewinn von 430,3 Millionen Euro gemeldet. Das ist solide, aber ein Rückgang von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 597,3 Millionen Euro. Erste-Chef Andreas Treichl gab an, dass das Vorjahresergebnisse durch Sondereffekte begünstigt gewesen sei.

Im Erste-Group-Konzern sind zudem Kreditvorsorgen und Wertberichtigungen in den ersten neun Monaten 2013 in Summe um 14 Prozent auf 1,26 Mrd. Euro zurückgegangen. Das lag hauptsächlich an einer Entspannung in Rumänien, wo nach hohen Vorsorgen der letzten Jahre nun mit 305 Mio. Euro um 46 Prozent weniger für faule Kredite zur Seite gelegt werden musste.

Verluste in Ungarn

In Ungarn sind die Risikokosten weiter gestiegen, um ein Zehntel auf 160 Mio. Euro. Die Ungarn-Tochter wies bis Ende September unterm Strich 100,9 Millionen Euro Verlust aus. Im Jahr davor waren es nach neun Monaten dort 64 Mio. Euro Verlust gewesen.

Im heute bestätigten Ausblick des Erste-Konzerns für das Gesamtjahr 2013 sind keine negativen Auswirkungen potenzieller "Unterstützungsprogramme" für Fremdwährungskreditnehmer in Ungarn berücksichtigt, wird im Zwischenbericht eingeräumt.

Der Nettogewinn im dritten Quartal 2013 war mit 129,1 Mio. Euro unter dem Wert des Vergleichsquartals vom vorigen Jahr (143,7 Mio. Euro), aber etwas höher als im heurigen zweiten Quartal (125 Mio. Euro). Spareffekte schlugen sich im geringeren Personalaufwand nieder.

Auf den Kurs der Erste-Aktie hat sich das Ergebnis positiv ausgewirkt. Im Tagesverlauf hat das Erste-Papier bis Mittag um knapp fünf Prozent zugelegt.

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