Die Post expandiert – und angelt sich 40 Prozent am deutschen Pharma-Logistiker AEP

Die Post expandiert – und angelt sich 40 Prozent am deutschen Pharma-Logistiker AEP

Wie bereits von Post-Chef Georg Pölzl kryptisch vergangene Woche bei der Halbjahresbilanz-Pressekonferenz angekündigt, hat die teilstaatliche Post im Pharmabereich zugekauft. Sie hat sich mit 40 Prozent an der neu gegründeten deutschen Firma AEP beteiligt, betätigte die Post auf APA-Anfrage einen Bericht des "Handelsblatt".

Der Zukauf würde hervorragend in die Strategie der Post passen, das nachlassende Briefgeschäft mit verstärkten Initiativen im Paketsektor zu kompensieren. Die Post setze hier auf die sehr schlanke Struktur ihrer Tochterfirma trans-o-flex, so Post-Sprecher Michael Homola.

Hinter AEP sollen die beiden ehemaligen Celesio-Manager Markus Eckermann und Jens Graefe stehen. "Unser Ziel ist es ganz klar, ein alternatives Angebot mit attraktiven Konditionen für die Apotheker zu etablieren", sagte Graefe dem "Handelsblatt". trans-o-flex erzielte 2012 mit 1.320 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 527 Mio. Euro. Das Unternehmen befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der Post AG

Neben der Post und Partner der Unternehmensberatung Lexington ist auch der ehemalige österreichische Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) ein Teilhaber von AEP, berichtet die " Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Auf APA-Anfrage heute, Dienstag, bestätigt Bartensteiner mit "25 Prozent plus" bei dem neuen deutschen Pharmalogistiker AEP eingestiegen zu sein. Es handle sich um einen "Diskont-Logistiker" mit einem neuen Großkundenkonzept.

"Sehr zufrieden" zeigte sich Bartenstein zudem mit dem Viagra-Verkauf durch seine Pharmafirma Gerot Lannach. Er hatte Ende Juni ein Viagra-Generikum auf den Markt gebracht, nachdem das Patent des Viagra-Herstellers Pfizer auslief. Die Erwartungen hätten sich zum heutigen Tag "voll erfüllt", so der Ex-Minister.

70 Prozent Marktanteil

Trans-o-flex hält rund 70 Prozent Marktanteil im deutschen Direktgeschäft der Pharmahersteller mit den Apothekern und beliefert täglich mehr als 12.000 Apotheken.

Die Arzneimittel-Preisverordnung billigt den deutschen Pharmagroßhändlern bisher eine Handelsmarge von etwa 5,5 bis sechs Prozent zu, wovon diese einen Teil in Form von Rabatten an die Apotheker weiterreichen. Der Löwenanteil der Handelsspanne indes wird wegen der zahlreichen Auslieferungslager von den Betriebskosten aufgezehrt. Sie bewegen sich im Schnitt zwischen vier und fünf Prozent vom Umsatz.

Rabatte will AEP dabei einheitlich für alle Apotheken gewähren und nicht wie die etablierten Konkurrenten abhängig vom Umsatz, schreibt das "Handelsblatt".

Börse

Neues Börsegesetz bringt Erleichterungen für Unternehmen

Die Voestalpine liefert 120.000 Tonnen Bleche für den Bau der South Stream Pipeline von Russland nach Österreich.
#ukraine #south stream #russland #putin #omv
 

Börse Wien

Voestalpine ist bei South Stream als Lieferant im Geschäft

Der Plan soll mit einer 375 Millionen Euro schweren Umtauschanleihe gelingen.
#immofinanz
 

Börse Wien

Immofinanz bereitet Teilausstieg aus Buwog vor