Die Auslandsgeschäfte vermiesen der Vienna Insurance Group das Ergebnis

Die Auslandsgeschäfte vermiesen der Vienna Insurance Group das Ergebnis

Im Geschäftsjahr 2013 sind die Prämieneinnahmen der Vienna Insurance Group (VIG) um 4,9 Prozent auf auf 9,4 Millionen Euro gesunken. Der Rückgang wird vor allem mit den problematischen Verhältnissen in Polen, Italien und Rumänien begründet.

Im Geschäftsjahr 2013 konnte die Vienna Insurance Group (VIG) Prämien von rund 9,4 Milliarden Euro einnehmen. Das entspricht einem Rückgang von 4,9 Prozent, der sich wie der Versicherungskonzern betont im Wesentlichen aus der Reduktion des kurzfristigen Einmalerlagsgeschäfts in Polen sowie die Zurücknahme des Kfz-Geschäfts in Italien und Rumänien ergibt.

Rund ein Prozent des Rückgangs gehen auf Währungseffekte – vor allem durch die Abwertung der Tschechischen Krone – zurück. Ohne diese Sondereffekte erzielte die Vienna Insurance Group ein Prämienwachstum von 2,2 Prozent.

In der Schaden/Unfallversicherung verringerten sich die Prämien um 1,2 Prozent. Während die Kfz-Versicherung in vielen Märkten aufgrund des starken Wettbewerbs kein Wachstum aufweist, erzielt die Vienna Insurance Group erfreuliche Zuwächse in den anderen Sparten der Schaden/Unfallversicherung. Damit erreicht die Vienna Insurance Group eine weitere Diversifizierung des Portfolios im Nicht-Lebensbereich.

In der Lebensversicherung sanken die Prämien um 9,3 Prozent. Ohne den Effekt aus der gezielten Reduktion der Einmalerläge in Polen verzeichnet die Vienna Insurance Group in diesem Segment einen Anstieg von 2,0 Prozent.

Kooperation mit Erste Group funktioniert

Der strategische Ansatz der Vienna Insurance Group, auf den Ausbau der Lebensversicherung zu setzen, erweise sich damit als richtig. Dies gelte besonders auch für die Kooperation mit den Gesellschaften der Erste Group. Darüber hinaus setzt die Vienna Insurance Group kontinuierlich weitere Schritte zur Stärkung dieser Sparte in CEE und unterstreicht dies mit den jüngsten Investitionen in Ungarn sowie in Polen.

Der vorläufige Gewinn (vor Steuern) wird mit ca. 350 Mio. Euro erwartet und maßgeblich durch Einmaleffekte aus Italien und Rumänien beeinflusst. Ohne diese weist die Vienna Insurance Group voraussichtlich ein normalisiertes operatives Ergebnis von ca. 580 Mio. Euro aus, welches im Wesentlichen dem Vorjahresergebnis entspricht.

1,30 Euro Dividende pro Aktie

„Wir wollen die gute operative Performance sowie die Kapitalstärke unseres Konzerns im Sinne einer kontinuierlichen Ausschüttungspolitik dazu nützen, unseren Aktionären eine attraktive Dividende zu bieten. Daher planen wir, den Gremien für das Geschäftsjahr 2013 eine Anhebung der Dividende um 0,10 Euro auf 1,30 Euro je Aktie vorzuschlagen“, hebt Peter Hagen, CEO der Vienna Insurance Group, hervor. „Damit erzielen wir eine beachtliche Dividendenrendite von rund 3,6 Prozent.“

Die Märkte im Detail Österreich
Die österreichischen Gesellschaften der VIG - die Wiener Städtische Versicherung, Donau Versicherung und die s Versicherung - konnten, wie der Konzern festhält, in einem schwierigen Umfeld ihre Marktführerschaft mit Prämieneinnahmen von 4,1 Milliarden Euro behaupten.

Im Segment Schaden/Unfall wurde ein leichter Prämienrückgang von 1,3 Prozent – aufgrund der Zurücknahme des Kfz-Geschäfts der Donau in Italien – verzeichnet. Ohne diesen Effekt beläuft sich das Plus in der Schaden/Unfallversicherung in Österreich auf 3,1 Prozent. Die Wiener Städtische Versicherung erreichte in den Kfz-Sparten solide Zuwächse. In der Kfz-Kasko gelang es, eine Steigerung von 6,4 Prozent und in der Kfz-Haftpflicht ein Plus von 1,2 Prozent zu erzielen.

In der Lebensversicherung gingen die Prämien um 1,8 Prozent zurück, wobei die s Versicherung im Einmalerlagsbereich ein Plus von 6,6 Prozent erwirtschaftete. In der Krankenversicherung erzielte die Vienna Insurance Group einen Anstieg um 2,9 Prozent.

Tschechien

In Tschechien konnten die VIG-Töchter ihre Position mit einem Marktanteil von 33 Prozent weiter ausbauen. Der Anteil der tschechischen Konzerngesellschaften an den gesamten Prämien beträgt rund 20 Prozent. Im Jahr 2013 erwirtschafteten die drei Konzerngesellschaften in der Tschechischen Republik stabile Prämien von 1,9 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt bedeutet dies ein Plus von 3,3 Prozent. Problematisch entwickelte sich der Bereich der KFZ-Versicherungen

Slowakei

In der Slowakei stiegen die Prämieneinnahmen um 5,7 Prozent. Ein Plus gab es sowohl im Segment Nicht-Leben als auch in der Lebensversicherung. Dabei erwies sich der Bankenvertrieb über die lokale Erste Group-Tochtergesellschaft mit einem eindrucksvollen Plus von 30,7 Prozent als besonders erfolgreich.

Polen

In Polen war das Jahr 2013 von der gezielten Reduktion des kurzfristigen Einmalerlagsgeschäfts in der Lebensversicherung geprägt. Die Konzerngesellschaften der Vienna Insurance Group erwirtschafteten insgesamt Prämien von rund 1,2 Milliarden Euro und sind die Nummer 3 auf dem polnischen Versicherungsmarkt. In den übrigen Sachsparten erwirtschafteten die Konzerngesellschaften der Vienna Insurance Group ein Plus von 14,2 Prozent bei den Prämien.

Rumänien
In Rumänien klagt die VIG über einen teils irrationalen Preiswettbewerb – überwiegend im Kfz-Geschäft. Die Gruppe betont, sich nicht an diesem Preiskampf beteiligen zu wollen, was im Bereich der Kfz-Versicherung zu einer stark rückläufigen Entwicklung der Prämien geführt habe. In den übrigen Sparten der Schaden/Unfallversicherung wurde ein Plus von 6,1 Prozent erzielt. Unter dem Strich steht ein Rückgang der Prämien rund 375 Mio. Euro (-18,5 Prozent).

Übrige Märkte
Das Prämienvolumen in den übrigen Märkten entwickelte sich positiv mit einem Plus von 9,5 Prozent. Insgesamt erwirtschaftete der Konzern in diesem Segment Prämien von rund 1,1 Mrd. Euro.

In Ungarn ist der Prämienzuwachs mit 14,8 Prozent erfreulich und insbesondere in der guten Entwicklung im Firmengeschäft begründet. In Serbien erzielte die Wiener Städtische Osiguranje ein hervorragendes Prämienplus von 18,3 Prozent. In der Türkei konnte der Trend mit einem Wachstum von 6,4 Prozent weiter fortgesetzt werden. Der Ausbau des Geschäfts setzte sich auch in Märkten wie Bulgarien (+4,4 Prozent) und der Ukraine (+6,2 Prozent) fort.

Als dynamische Wachstumsregion erweisen sich die Baltischen Staaten . In diesem guten Marktumfeld erzielten die Konzerngesellschaften ein über dem Marktschnitt liegendes Wachstum in der Lebensversicherung von ausgezeichneten 35,8 Prozent.

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