Constantia Flexibles will noch 2013 an die Börse

Constantia Flexibles will noch 2013 an die Börse

Darauf hätten sich die Eigentümer, der Finanzinvestor One Equity Partners (OEP), und die Turnauer-Stiftung nun geeinigt, teilte das Unternehmen am Mittwochabend in Wien mit. OEP, die vor vier Jahren bei Constantia Flexibles eingestiegen war, wolle mit dem Börsengang seinen Ausstieg in Angriff nehmen - aber noch nicht komplett verkaufen.

Auch dem Unternehmen mit 8000 Mitarbeitern selbst soll über eine Kapitalerhöhung Geld zufließen, um die nächsten Zukäufe zu finanzieren. Begleitet wird der Börsengang von der Deutschen Bank, Goldman Sachs und JPMorgan.

Finanzkreisen zufolge soll Constantia an die Frankfurter Börse gebracht werden, parallel dazu sei ein Zweitlisting in Wien geplant, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen. In Frankfurt wäre Constantia der einzige größere Börsengang im zweiten Halbjahr.

OEP hält 74 Prozent an Constantia Flexibles, 23 Prozent liegen bei der Stiftung. Diese wolle sich beim Börsengang aber nicht verwässern lassen. Um ihre Beteiligung zu halten, müsste sie weitere Aktien zu kaufen.

OEP hatte Constantia Packaging 2009 gekauft und von der Börse genommen. Einen Teil - den Aluminiumkonzern Amag - hatte der Finanzinvestor schon 2011 an die Wiener Börse gebracht. Neben einem Börsengang hatte OEP für Constantia Flexibles Kreisen zufolge auch einen Verkauf an den nächsten Finanzinvestor ins Auge gefasst. Ob diese Pläne endgültig vom Tisch sind, blieb am Mittwoch offen.

Zuletzt war von einer Unternehmensbewertung von bis zu zwei Milliarden Euro die Rede. Finanzkreisen zufolge visiert Constantia Flexibles den Nebenwerteindex MDax an. Dafür reicht derzeit eine Marktkapitalisierung von rund 700 Millionen Euro. Die Entscheidung für Frankfurt sei unter anderem deshalb gefallen, weil Deutschland für das Unternehmen mit einem Anteil von 23 Prozent am Umsatz der wichtigste Markt ist, hieß es.

Vom Joghurt-Deckel bis zum Bier-Etikett

Constantia Flexibles produziert Verpackungen für die Nahrungsmittel- und Pharmabranche. Das Produktportfolio reicht von Butter- und Schokoladefolien über Joghurtbecher-Deckel bis zu Bier-Etiketten und Tabletten-Blistern. In Europa sieht sich der Konzern als Nummer zwei, weltweit als Nummer vier. Mit einem Marktanteil von drei Prozent liegt er hinter den Marktführern Amcor (neun Prozent) und Bemis (acht). Unter der Regie von OEP hatte Constantia den Sprung vom europäischen auf den Weltmarkt gewagt. Größter der gut 3000 Kunden ist der Schokoriegel-Hersteller Mars, mit dem Constantia Flexibles etwa fünf Prozent vom Umsatz erwirtschaftet.

Vorstandschef Thomas Unger bezeichnete den Börsengang als "konsequenten Schritt bei der Umsetzung unserer globalen Expansionsstrategie. (...) Wir planen, unsere Präsenz in den Wachstumsmärkten weiter zu stärken und im internationalen Konsolidierungsprozess der Branche weiterhin eine aktive Rolle zu spielen."

In den ersten neun Monaten setzte Constantia 1,23 Milliarden Euro um. Dank dreier Zukäufe in Indien, Mexiko und den USA waren das 24 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) lag bei 14,2 Prozent.

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