Betrugsverdacht: Ermittlungen gegen rumänische VIG-Tochter

Betrugsverdacht: Ermittlungen gegen rumänische VIG-Tochter

Die rumänische Versicherungsgesellschaft Omniasig, die zur Vienna Insurance Group (VIG) gehört, wird eines groß angelegten Betrugs mit Versicherungspolizzen verdächtigt. Am Mittwoch fanden an 49 Omniasig-Standorten in ganz Rumänien Hausdurchsuchungen statt. Rund 100 Polizisten und der rumänische Geheimdienst waren an der Aktion beteiligt.

Der rumänischen Agentur "Mediafax" zufolge befinden sich der Generaldirektor sowie 40 Direktoren der zur österreichischen VIG (ISIN AT0000908504) gehörenden rumänischen Omniasig Versicherung im Visier der Staatsanwaltschaft.

Gegen sie wird wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch und Fälschung bei mehr als einer Million Versicherungsverträgen ermittelt. Der Schaden belaufe sich auf mehrere Millionen Lei. 49 Standorte der Versicherung wurden durchsucht und Dokumente beschlagnahmt.

Laut Angaben von Omniasig-Vertretern in Bukarest und von VIG-Konzernpressesprecher Alexander Jedlicka in Wien handelt es sich um Haushaltsversicherungspolizzen, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2013 ausgestellt wurden. Dabei gehe es auch um die Klärung der Frage, ob diese dem rumänischen PAD-System (nationale Pflicht-Katastrophenversicherung) entsprechen, so Jedlicka.

Versicherung signalisiert Kooperationsbereitschaft

"Unsere Gesellschaft wird vorbehaltlos mit den Behörden zusammenarbeiten und alle geforderten Dokumente und Informationen zur Verfügung stellen. Zusätzlich wurde eine interne Untersuchung eingeleitet, um die Situation völlig aufzuklären", hieß es in einer Mitteilung der rumänischen Versicherungsgesellschaft.

Die Erklärung (Englische Version) finden Sie hier

Omniasig ist laut der Webseite des Unternehmens seit 1995 in Rumänien vertreten und gehört zu den größten Versicherern Rumäniens - die VIG ist in Rumänien Marktführer. Die Summe der abgeschlossenen Versicherungen belief sich 2013 auf über 881 Mio. Lei (198,81 Mio. Euro), davon 311 Mio. Lei für Kasko-Versicherungen und 189 Mio. Lei für Haftpflichtversicherungen. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies ein Minus von über 14 Prozent dar.

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