Banken in Osteuropa: Nach dem Boom kommt die Flucht

Banken in Osteuropa: Nach dem Boom kommt die Flucht

Als Grund nannte Jelasic - der inzwischen die ungarische Tochter der Erste Group leitet - die politischen Entwicklungen in der Region Osteuropa.

Ein Beispiel sei die Politik der Regierung unter dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, sagte Jelasic am Dienstag auf einer Konferenz in Helsinki.

“Viele westliche Banken würden den Großraum gerne wieder verlassen”, stellte der ehemalige serbische Zentralbankgouverneur fest, “das einzige Problem ist, dass sie keine Käufer finden”.

Orban hat seit seinem Amtsantritt im Jahre 2010 eine Reihe von ihm selbst als “unorthodox” bezeichneter politischer Maßnahmen durchgeführt. Sie hatten meist das Ziel der Haushaltssanierung und einer Senkung der außerordentlich hohen ungarischen Staatsverschuldung. Einige dieser Entscheidungen, etwa die Verstaatlichung privater Pensionsfondsvermögen und spezielle Steuern, sind während der Verhandlungen über Finanzhilfen mit dem Internationalen Währungsfonds IWF und der EU in Frage gestellt worden. Ungarn hatte vor etwa einem Jahr um entsprechende neue Finanzhilfen formell nachgesucht.

Das große Überdenken

“Wir überdenken derzeit alle unsere Geschäftsstrategie”, verriet Jelasic in Helsinki, “und dabei fragen wir uns, in was für einem Geschäft wir tätig sein wollen und was unser Kerngeschäft ist”. Er wäre nicht überrascht, wenn in den kommenden Monaten vermehrt Entscheidungen gefällt würden, abhängig von der betreffenden Bank und dem Lande und der Region.

“Was wir definitiv zur Kenntnis nehmen müssen, ist die wiederkehrende Bedeutung des Staates”, sagte Jelasic vor den Konferenzteilnehmern, “und das folgt nur zehn bis 15 Jahre nach der Privatisierung”. Derzeit sei in Osteuropa viel davon die Rede, dass der Staat Banken grundsätzlich besser führen könne, sagte Jelasic, und fügte an: “Ich finde es erstaunlich, wie schnell vergessen wird, was für Kosten das für den Steuerzahler mit sich brachte”.

Bei all der berechtigten Kritik an den Systemveränderungen in Osteuropa zuungunsten der Banken, bleibt dennoch die Tatsache der falschen Strategie österreichischer Institute in den Erweiterungsländern bestehen. Das reicht von der zu laxen Kreditvergabe über den Export von bedenklichen Fremdwährungskrediten. Das beweist auch dieses Video:

Börse

Neues Börsegesetz bringt Erleichterungen für Unternehmen

Die Voestalpine liefert 120.000 Tonnen Bleche für den Bau der South Stream Pipeline von Russland nach Österreich.
#ukraine #south stream #russland #putin #omv
 

Börse Wien

Voestalpine ist bei South Stream als Lieferant im Geschäft

Der Plan soll mit einer 375 Millionen Euro schweren Umtauschanleihe gelingen.
#immofinanz
 

Börse Wien

Immofinanz bereitet Teilausstieg aus Buwog vor