Bank Austria erhöht Quartalsgewinn um ein Viertel

Bank Austria erhöht Quartalsgewinn um ein Viertel

Der Verkauf von Bankimmobilien hat das Ergebnis positiv beeinflußt. Währungsabwertungen in Türkei, die Situation in der Ukraine sowie in Russland belasten. Die Kreditvorsorgen sind deutlich gesunken.

Wien/Mailand
Die Bank Austria meldet für das erste Quartal 2014 einen Nettogewinn von 350 Mio. Euro. Das war ein Anstieg um 24,5 Prozent zum Auftaktquartal im Vorjahr (281 Mio. Euro). Ende 2013 hatte die Bank radikal mit Firmenbewertungen im Osten aufgeräumt, was im vierten Quartal einen Rekordverlust von 2,69 Mrd. Euro hinterlassen hatte. Anfang 2014 hat die Bank die historische Wiener Bankzentrale verkauft.

Bankchef Willibald Cernko sprach von einem soliden Start ins Jahr. Der Bankvorstand sieht im weiter "fordernden Umfeld" vor allem im Osteuropageschäft die eigenen konservativen Erwartungen klar übertroffen, wie es in der Quartalsmitteilung der Wiener UniCredit-Tochter am Dienstag hieß. Und man hoffe auf eine friedliche Beilegung der Krise zwischen Russland und der Ukraine. Beklagt werden die "wettbewerbsschädlichen" hohen Bankensteuern: Die beliefen sich bis März auf 69,7 Mio. Euro, davon 30 Mio. Euro für Österreich.

Im heurigen Startquartal konnten neue Kreditvorsorgen spürbar zurückgefahren werden, der Kreditrisikoaufwand sank nach Bankangaben um 22,6 Prozent auf 190 Milo. Euro. Vor allem im Osteuropa musste in Summe viel weniger Geld für faule Kredite zurückgelegt werden. Währungseffekte, aber auch weiter verhaltene Kreditnachfrage schmälerten den Nettozinsertrag um 1,5 Prozent auf 841 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss legte um 1,8 Prozent auf 330 Mio. Euro zu. Das Handelsergebnis hingegen gab um 16 Prozent auf 112 Mio. Euro nach. So kamen die Betriebserträge um 6,5 Prozent unter dem Vorjahr zu liegen. Die Bank Austria steht auf der Kostenbremse, was die Betriebsaufwendungen trotz erhöhter Bankensteuern um 1 Prozent gedrückt hat.

Das Betriebsergebnis blieb mit 541 Mio. Euro um 13,9 Prozent hinter dem Vorjahresquartal zurück. Nach Kreditrisikokosten lag der Betriebsgewinn bei 350 Mio. Euro um 8,3 Prozent unter dem Vorjahresquartal.

Im Finanzanlageergebnis schlugen sich heuer aber Erlöse aus Immobilienverkäufen mit 72 Mio. Euro positiv nieder, unter anderem hat die Bank die historische "CA-Zentrale" am Schottentor verkauft. Letztes Jahr um diese Zeit hatte außerdem das verlorene "DDR-Urteil" nochmals teure Rückstellungen gekostet.

Das Vorsteuerergebnis stieg damit konzernweit im ersten Quartal um 33,2 Prozent auf 421 Mio. Euro. In der Division CEE war es allerdings von Währungsabwertungen vor allem in der Türkei, Russland und der Ukraine belastet, weshalb der Bruttogewinn in der Zentral/Osteuropasparte von 374 auf 332 Mio. Euro zurückfiel.

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