Andritz-Aktie sackt ab: Probleme in Südamerika

Andritz-Aktie sackt ab: Probleme in Südamerika

Der österreichische Maschinenbauer Andritz bekommt die Probleme beim Bau eines Zellstoffwerks in Südamerika nicht in den Griff: Im vierten Quartal habe der Konzern wegen Streiks auf der Baustelle und zusätzlicher Montagekosten weitere Rückstellungen im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich bilden müssen.

Wien. Der österreichische Maschinenbauer Andritz hat erneut Probleme in Südamerika. Diese schmälerten auch den operativen Gewinn (Ebita) im vergangenen Jahr, der vorläufigen Zahlen zufolge um mehr als die Hälfte auf 160 Millionen Euro einbrach. An der Börse rutschte die Andritz-Aktie daraufhin bis zu neun Prozent auf 42,5 Euro ab.

Grund für den Gewinneinbruch war auch der teure Stellenabbau beim im vergangenen Jahr übernommenen schwäbischen Metallpressenhersteller Schuler. Dieser streicht 350 Stellen in Deutschland und musste dafür Rückstellungen von 50 Millionen Euro bilden - den Großteil davon im Rumpfgeschäftsjahr von Oktober bis Dezember. Andritz errichtet in Uruguay ein komplettes Zellstoffwerk und liefert nicht wie sonst nur die Maschinen dafür. Bereits im ersten und im dritten Quartal vergangenen Jahres musste die Firma Rücklagen für Probleme bei dem Bau bilden - einmal im niedrigen und einmal im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Grund waren auch damals Streiks auf der Baustelle, die die Fertigstellung verzögern. Andritz drohen dadurch als Generalunternehmer Strafzahlungen. Geplant sei nun, dass das Werk noch im ersten Quartal an den Start gehe. "Weitere finanzielle Vorsorgen sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar, können aber nicht ausgeschlossen werden", hieß es.

Die endgültigen Ergebnisse für 2013 will das Unternehmen am 28. Februar veröffentlichen. Der Auftragseingang war im vergangenen Jahr ersten Berechnungen zufolge um zwölf Prozent auf 5,5 Milliarden Euro gestiegen.

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