AMAG: Stärker als erwartet und trotzdem weniger

AMAG: Stärker als erwartet und trotzdem weniger

Neun-Monats-Zahlen lagen über den Schätzungen. Konzern erwartet für das Schlussquartal weiter eine hohe Auslastung, aber 2013 wird "herausfordernd".

Die börsenotierte AMAG Austria Metall AG hat in den ersten neun Monaten des Jahres einen Ergebniseinbruch hinnehmen müssen, jedoch ihre Umsätze stabil gehalten. 634,6 Mio. Euro setzte das Unternehmen in dem Zeitraum um, 1 Prozent mehr als in den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Das operative Ergebnis (Ebit) sackte hingegen um 20 Prozent auf 72,3 (90,7) Mio. Euro ab, der Vorstand begründete dies in einer Pflichtmitteilung am Dienstag mit dem 11-prozentigen Anstieg der Abschreibungen auf 37,7 Mio. Euro infolge gesteigerter Investitionen. Damit lag die AMAG über den Erwartungen der von der APA befragten Analysten.

Für das Schlussquartal geht die AMAG von einer "weiterhin" hohen Auslastung der Produktionsanlagen aus. Im Segment Metall werde man allerdings den gesunkenen Aluminiumpreis spüren, daher werde der Ergebnisbeitrag trotz Vollauslastung geringer ausfallen. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet der Vorstand ein deutlich geringeres Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in der Bandbreite von 128 bis 133 Mio. Euro - 2011 war es bei 149,7 Mio. Euro gelegen. Für 2013 "wird aufgrund des unsicheren Marktumfeldes von einem herausforderndem Jahr ausgegangen", hieß es.

In den ersten neun Monaten 2012 schrumpfte das Ebitda um 12 Prozent auf 109,9 (124,6) Mio. Euro. Das Ergebnis nach Ertragssteuern verschlechterte sich um 24 Prozent auf 57,8 (75,9) Mio. Euro. Die Ebitda-Marge betrug 17 nach 20 Prozent, die Ebit-Marge 11 nach 14 Prozent.

Der Vorstand sprach in einer Aussendung von einer "soliden Auftragslage" und einer operativ "sehr erfreulichen" Entwicklung. Das externe Absatzvolumen erhöhte sich um 3 Prozent auf 225.200 Tonnen, das Plus kam vor allem aus den Segmenten Metall und Walzen. Wobei der Bereich Metall wegen des gesunkenen Aluminiumpreises einen geringeren Ergebnisbeitrag geliefert habe (31,4 Prozent des Ebitda), das Walzen-Segment hingegen dank höherer Absatzmenge und Veränderungen im Produktmix einen deutlich höheren (58,5 Prozent).

Im dritten Quartal steigerte die AMAG ihre Umsatzerlöse um 3 Prozent auf 204,7 (198,4) Mio. Euro. Der Absatz blieb bei 81.900 (81.800) Tonnen stabil. Das Ebitda brach hingegen um 11 Prozent auf 37,8 (42,7) Mio. Euro ein, das Ebit um ein Fünftel auf 24,9 (31,2) Mio. Euro und das Ergebnis nach Ertragssteuern um mehr als ein Drittel auf 18,4 (27,9) Mio. Euro.

Die AMAG mit Sitz in Ranshofen in Oberösterreich beschäftigte in den ersten neun Monaten 2012 im Schnitt 1.486 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente inklusive Leiharbeiter), um 58 mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Aluminiumkonzern war früher Teil der Verstaatlichten und notiert seit Frühjahr 2011 wieder an der Wiener Börse.

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