Amag – Gesunkene Aluminiumpreise nagen am Gewinn

Amag – Gesunkene Aluminiumpreise nagen am Gewinn

Die Arbeiten für die Erweiterung der Produktion am Standort Ranshofen (OÖ) seien in vollem Gang, bis zu 200 neue Mitarbeiter werden dafür eingestellt, hieß es auf der Halbjahrespressekonferenz des heimischen Aluminiumkonzerns AMAG heute Freitag in Wien.

Das Halbjahresergebnis sei zwar etwas niedriger als 2012, aber "wir sind immer noch unter den Top-3-Halbjahren des Unternehmens", versicherte Finanzvorstand Gerald Mayer. "Wir verdienen auch beim niedrigen Aluminiumpreis."

Die Standorterweiterung "AMAG 2014" liege voll im Kosten- und Terminplan. Der Bau der neuen Walzwerkhalle mache Fortschritte, ein Großteil der Bauleistungen soll im Jahr 2013 abgeschlossen werden. Der Beginn der - logistisch schwierigen - Anlagenmontagen in der Plattenfertigung werde im zweiten Halbjahr 2013 stattfinden. Für das zweite Warmwalzwerk - und zugehörige Anlagen - sucht die Aluschmiede Mitarbeiter verschiedenster Ausbildung, von Gesellen bis zu Werkstofftechnikern. Insgesamt beschäftigte der Konzern zum Halbjahr 1.539 Personen, im Vorjahresvergleich ein Zuwachs um 5,3 Prozent. Nur etwa 200 davon arbeiten nicht in Österreich.

Schwacher Aluminiumpreis prägt Zahlen

Das Halbjahresergebnis sei vom schwachen Aluminiumpreis geprägt, erläuterte AMAG-Chef Gerhard Falch. Der durchschnittliche Aluminiumpreis sei im ersten Halbjahr 2013 mit 1.955 US-Dollar um 8 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Positiv vermerkte er den - bereits bekanntgegebenen - Großauftrag von EADS. Mit dem Luftfahrt-und Rüstungskonzern wurde ein mehrjähriger Liefervertrag von Aluminiumplatten und -blechen über ein Auftragsvolumen bis 100 Millionen Euro vereinbart. AMAG-Produkte werden dabei für verschiedene Bauteile für alle Airbus-Typen verwendet.

Kernaktionär B&C

Bei den Eigentumsverhältnissen hat der Kernaktionär B&C aufgestockt. Nach Abschluss des Übernahmeangebots durch die Industrieholding hält die B&C Alpha Holding GmbH nun 37,7 Prozent, die Oberbank 5,0 Prozent, die AMAG Arbeitnehmer Privatstiftung 11,1 Prozent, die RLB OÖ 16,5 Prozent, die Treibacher Industrieholding 5,0 Prozent, die Esola Beteiligungsverwaltungs GmbH (Rauch) 5,0 Prozent und das AMAG Management 0,2 Prozent. 19,5 Prozent befinden sich im Streubesitz.

Der Großaktionär B&C (entstanden aus den Industriebeteiligungen der Bank Austria/UniCredit) hält nun zusammen mit den syndizierten Partnern Oberbank und AMAG Arbeitnehmer Privatstiftung 53,8 Prozent. Falch bezeichnete die neue Eigentümerstruktur als sehr stabil. Ein Abgang des Unternehmens von der Börse sei nicht geplant, auch weil man sich immer eine Kapitalerhöhung offenhalten wolle für eine eventuelle weitere Expansion. Diese würde das Management lieber mit Eigenkapital als mit Fremdkapital finanzieren. Derzeit sei allerdings keine Kapitalerhöhung geplant, versicherte der AMAG-Chef.

Im ersten Halbjahr 2013 machte das Unternehmen 412,4 Millionen Euro Umsatz, um 4,7 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode (432,9 Millionen). Der operative Gewinn (EBIT) fiel um 14,8 Prozent von 47,4 auf 40,4 Millionen Euro. Nach Ertragssteuern gab es einen Gewinn von 34 Millionen Euro, nach 39,4 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2012. Aufgrund des gesunkenen Aluminiumpreises und des Margendrucks erwartet die AMAG für das heurige Jahr ein schwächeres Ergebnis als im Vorjahr. Das EBITDA soll zwischen 116 und 121 Millionen Euro liegen - wobei Falch eher eine Landung am oberen Ende erwartet, wie er bei der Pressekonferenz sagte. Zumindest im dritten Quartal dürfte es eine Vollauslastung der Kapazitäten geben.

Die Aktie notierte Freitagmittag bei 20,36 Euro, ein Plus von 0,67 Prozent.

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