Alpine: Mehr als 7.500 Gläubiger wollen Geld von der Holding

Alpine: Mehr als 7.500 Gläubiger wollen Geld von der Holding

Bei der ersten Prüfungstagsatzung am Wiener Handelsgericht wurden am Dienstag Forderungen im Volumen von 901,1 Mio. Euro angemeldet. Die Gläubiger scheinen sich angesichts der zu erwartenden desaströsen Gläubigerquote aber kaum Hoffnungen zu machen.

Wien. Bei der heuigen Prüfungstagsatzung der Alpine Holding am Wiener Handelsgericht haben 7.513 Gläubiger Forderungen im Volumen von 901,1 Mio. Euro angemeldet. "Rund 219 Mio. Euro davon brachten Anleihezeichner ein, 681 Mio. Euro entfielen auf behauptete Haftungen für Verbindlichkeiten der Alpine Bau", sagte AKV-Insolvenzexpertin Daniela Fradinger-Gobec im Anschluss an die Sitzung zur APA.

Bei der Tagsatzung waren den Angaben zufolge nur rund 15 Gläubiger anwesend. "Erstaunlicherweise haben sich die Leute anscheinend in ihr Schicksal ergeben - es ist da wenig Widerhall. Von der Schuldnervertretung war gar niemand da, was angesichts der Größe des Verfahrens auch merkwürdig ist", so die Gläubigerschützerin.

Von den eingebrachten Forderungen wurden laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) bis dato 200,46 Mio. Euro anerkannt. Die Aussichten auf Befriedigung der Ansprüche sind allerdings äußerst gering. Eine Quote sei "schwierig und wenn, dann im untersten einstelligen Bereich, wenn überhaupt", so Fradinger-Gobec.




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Im Zuge des Insolvenzverfahrens der milliardenschweren Pleite der Alpine Bau GmbH werde die Arbeiterkammer Klagen einbringen - Betroffene könnten sich auf der Internetseite informieren. Eine große Anfechtung gegen die Erste Bank - angeblich geht es um Kredite im Volumen von rund 10 Mio. Euro - ist bereits im Laufen. "Da sind gewisse Beträge frei und da wird nun außergerichtlich verhandelt", so die AKV-Expertin. "Diese Gespräche wird der Masseverwalter vorantreiben."

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