28 Prozent weniger Nettogewinn bei der Erste Group

28 Prozent weniger Nettogewinn bei der Erste Group

Die Erste Group legt die Geschäftszahlen für die ersten neun Monate des Jahres vor. Der Gewinn ist um 28 Prozent eingebrochen, in Ungarn hat die Bank 100 Millionen Euro versenkt.

Einen Tag vor dem Weltspartag hat Andreas Treichl, Chef der Erste Group, die Ergebnisse der ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Wie von Analysten vermutet hat die Bankengruppe dabei einen Nettogewinn von 430,3 Millionen Euro gemeldet. Das ist solide, aber ein Rückgang von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 597,3 Millionen Euro. Erste-Chef Andreas Treichl gab an, dass das Vorjahresergebnisse durch Sondereffekte begünstigt gewesen sei.

Im Erste-Group-Konzern sind zudem Kreditvorsorgen und Wertberichtigungen in den ersten neun Monaten 2013 in Summe um 14 Prozent auf 1,26 Mrd. Euro zurückgegangen. Das lag hauptsächlich an einer Entspannung in Rumänien, wo nach hohen Vorsorgen der letzten Jahre nun mit 305 Mio. Euro um 46 Prozent weniger für faule Kredite zur Seite gelegt werden musste.

Verluste in Ungarn

In Ungarn sind die Risikokosten weiter gestiegen, um ein Zehntel auf 160 Mio. Euro. Die Ungarn-Tochter wies bis Ende September unterm Strich 100,9 Millionen Euro Verlust aus. Im Jahr davor waren es nach neun Monaten dort 64 Mio. Euro Verlust gewesen.

Im heute bestätigten Ausblick des Erste-Konzerns für das Gesamtjahr 2013 sind keine negativen Auswirkungen potenzieller "Unterstützungsprogramme" für Fremdwährungskreditnehmer in Ungarn berücksichtigt, wird im Zwischenbericht eingeräumt.

Bankensteuern werden heuer in Österreich, der Slowakei und Ungarn das Nettoergebnis mit rund 260 Mio. Euro weiter belasten, heißt es.

Die Kreditrisikokosten dürften im Konzern heuer um 10 bis 15 Prozent niedriger ausfallen, so die Prognose. Ein Anstieg der Kreditnachfrage wird für 2013 nicht mehr erwartet. Demnach wird ein Rückgang des Betriebsgewinns von bis zu 5 Prozent vorausgesagt.

In den ersten neun Monaten wies die Gruppe 2,496 (Vorjahr: 2,618) Mrd. Euro Betriebsgewinn aus. Der Zinsüberschuss lag mit 3,65 Mrd. Euro um 8 Prozent unter Vorjahr. Das war von Analysten erwartet worden und lag an der verhaltenen Kreditnachfrage und an den niedrigen Zinsen. Provisions- und Handelsergebnisse waren dagegen höher.

Der Nettogewinn im dritten Quartal 2013 war mit 129,1 Mio. Euro unter dem Wert des Vergleichsquartals vom vorigen Jahr (143,7 Mio. Euro), aber etwas höher als im heurigen zweiten Quartal (125 Mio. Euro). Spareffekte schlugen sich im geringeren Personalaufwand nieder.

Zum Börsenstart konnte die Erste-Aktie um 2,62 Prozent zulegen.

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