Zahltag bei Apple: Rekordumsatz und 13,1 Milliarden Dollar Gewinn

Zahltag bei Apple: Rekordumsatz und 13,1 Milliarden Dollar Gewinn

Das Weihnachtsgeschäft entscheidet in der High-Tech-Elektronikbranche über Erfolg und Misserfolg. Auch bei Apple. Das Ergebnis für den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2013 ist Grund zur Freude. Das Unternehmen hat ein Rekordquartal mit 57,6 Milliarden Dollar Umsatz hingelegt. Die Analysten sind dennoch nicht restlos zufrieden

Die Zeit, da Apple mit der Produktion von iPhones und iPads kaum mehr nachkam und sich Apple uneingeschränkt als Technologieführer unter den Herstellern von Smartphones und Tablet PCs fühlen durfte sind zwar vorüber - Samsung hat Apple als erfolgreichster Smartphone-Hersteller abgelöst - aber immer noch verkaufen sich die Apple-Geräte wie geschnitten Brot.

Analysten hatten den Gewinn, den Apples aus dem Zeitraum Oktober bis Dezember 2013 auf 12,7 Milliarden Dollar geschätzt. Bekannt gegeben wurden ein Reingewinn von 13,1 Milliarden Dollar. Auch der Umsatz lag mit 57,6 Milliarden Dollar um einen Tick höher als von den Analysten erwartet. Mit 51 Millionen verkaufter iPhones hat Apple auch einen neuen Allzeitrekord aufgestellt. Im Vergleichszeitraum hatte das Unternehmen 47,8 Millionen seiner Smartphones abgesetzt. Apple konnte weiters 26 Millionen iPads verkaufen, was ebenfalls eine neue Rekordmarke festsetzt und um 3,1 Millionen mehr sind als im Jahr davor. Auch bei den PCs und Laptops gab es eine Steigerung. Der Absatz der Macs stieg von 4,1 Millionen auf 4,8 Millionen.

3,05 Dollar Dividende

Apple hat daraufhin eine Dividende von 3,05 Dollar pro Aktie angekündigt. Diese wird am 13. Februar an alle Aktionäre ausbezahlt, die bis zum 10. Februar Aktien halten - ein Aufruf, jetzt nochmals in Apple-Papiere zu investieren.

Apple CEO Tim Cook erklärte: "Wir freuen uns aufrichtig über die iPhone und iPad Verkaufszahlen, die starke Performance unserer Mac Produkte und das anhaltende Wachstum von iTunes, Software und Services."

Für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres (Jänner bis März) rechnet Apple mit einem Umsatz zwischen 42 und 44 Milliarden Dollar und einer Gewinnmarge von 37 und 38 Prozent, was einen Gewinn von mindestens 15,54 Milliarden Dollar bedeuten würde.

Trotz allem sind die Analysten nicht ganz zufrieden. Sie hatten insgeheim noch mehr erwartet und mit über 55 Millionen verkaufter iPhones gerechnet. Auch der Ausblick für das laufende Quartal enttäuschte. 42 bis 44 Milliarden Dollar sind den Analysten nicht genug. Ein Luxusproblem könnte man meinen, sie hatten aber mit 46 Milliarden Dollar gerechnet.

Börse verlangt Super-Produkt

Die Anleger erwarten den nächsten großen Wurf - ein Gerät, das die Branche genauso durcheinanderwirbelt wie dies 1984 der Mac-Computer tat, 2001 der Musikspieler iPod, 2007 das iPhone und 2010 der Tablet-Computer iPad.

Aber Apple ließ sich wie in der Vergangenheit Zeit mit dem nächsten neuen Produkt. Kein einfach zu bedienender Multimedia-Fernseher, über den jahrelang spekuliert wurde, auch die zuletzt erwartete Computer-Uhr ist noch nicht da. Dieses Jahr soll es allerdings soweit sein - und Analysten rangen Konzernchef Tim Cook in der Telefonkonferenz nach Vorlage der Quartalszahlen eine wortkarge Bestätigung ab, dass es auch dabei bleibt. "Ja, absolut", gab Cook zu Protokoll - und die Audienz war beendet.

Allerdings hob Cook auch die traditionelle Geheimniskrämerei ein Stück weit auf, um den Investoren neue Hoffnung zu geben. Er bestätigte so gut wie die Pläne für ein mobiles Bezahlsystem - eine ungewöhnliche Offenheit für einen Apple-Chef. Das sei interessanter Markt und Apple habe auch den Fingerabdruck-Sensor im iPhone 5s mit Blick darauf gestaltet, sagte Cook. Er habe derzeit aber nichts anzukündigen.

An der Börse notierte Apple notierte zum Schluss bei 550 Dollar (403,13 Euro), was wiederum ein Stück weit von dem entfernt ist, das sie Analysten gerne hätten. Sie prognostizieren dem Papier einen Anstieg auf 600 Dollar und mehr. Auch der Milliardär und Investor Carl Icahn sähe das Papier lieber in dieser Größenordnung und hat die Unternehmensführung deshalb vor kurzem aufgerufen, einen Aktienrückkauf zu starten, um den Kurs zu stimulieren.

Das ist vielleicht gar nicht nötig. Erst vor wenigen Tagen, am 17. Jänner, war Apple-Chef Cook in China, um den Beginn des iPhone-Verkaufs bei China Mobile, dem größten Mobilfunkanbieter der Welt, zu feiern. Der iPhone- und iPad-Absatz sollte damit für die nächste Zeit gesichert sein.

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