"Wir müssen die Kraft besitzen, ciao, ciao Euro zu sagen"

"Wir müssen die Kraft besitzen, ciao, ciao Euro zu sagen"

"Meine verrückte Idee ist, dass die Banca d'Italia Euros druckt oder unsere Währung druckt", erklärte der frühere italienische Ministerpräsident am Freitag auf seiner Facebook-Seite. Die italienische Regierung unter Mario Monti müsse ihre Politik ändern und wieder da anfangen, wo er aufgehört habe.

Der streitbare Ex-Premier Italiens rät , dass Deutschland aus der Euro-Zone austreten soll. "Wir müssen nach Europa gehen und mit Macht erklären, dass die EZB anfangen muss, Geld zu drucken", erklärte Berlusconi. "So ändert sich die Wirtschaft. Die EZB muss ihren eigenen Auftrag ändern, muss der letztinstanzliche Garant der öffentlichen Schulden werden und anfangen, Geld zu drucken."

Andernfalls "müssen wir die Kraft besitzen, ciao, ciao Euro zu sagen", also aus dem Euro auszusteigen und in der EU zu bleiben", schrieb Berlusconi - "oder Deutschland zu sagen, es solle aus dem Euro aussteigen, wenn es nicht einverstanden ist."

Berlusconis Partei ist die größte im Parlament. Sie hat jedoch bei den Kommunalwahlen jüngst herbe Schlappen erlebt. Berlusconi war nach einer Serie von Skandalen und angesichts zunehmender Probleme des Landes, sich am Kapitalmarkt zu refinanzieren, im November 2011 zurückgetreten. Montis Expertenregierung hängt im Parlament auch von der Unterstützung der Berlusconi-Partei Volk der Freiheit (PDL) ab.

Berlusconi rügt Monti

Der Medienzar zeigte sich über die Lage in seinem Land besorgt. "Ich habe in meinem Leben noch nie so eine schwierige Phase wie jetzt erlebt. Die Menschen haben wirklich das Vertrauen verloren. Die Wirtschaftskrise kann intern nicht überwunden werden. Die Regierung Monti muss ihre politische Linie ändern", sagte Berlusconi.

Silvio Berlusconi schließt einen Rückzug Italiens aus dem Euro-Raum nicht aus. "Großbritannien ist ein solides Land, das nie dem Euro-Raum beigetreten ist. Sollten wir aus dem Euro austreten, wäre dies nicht das Ende der Welt", sagte Berlusconi im Gespräch mit Journalisten in Rom.

APA/hahn

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