"Wir müssen kämpfen"

"Wir müssen kämpfen"

Das Umsatzziel 2012 liege für den Schweizer Uhrenhersteller seiner Einschätzung zufolge zwar weiterhin in Griffweite, sagte Hayek am Rande einer Jubiläumsfeier der Swatch-Marke Longines zu Reuters. "Aber wir müssen kämpfen", fügte er hinzu. Im Vorjahr lagen die Verkaufserlöse bei 7,11 Milliarden Franken.

Hayek zufolge macht dem Unternehmen die konjunkturelle Abkühlung zu schaffen. Er sprach aber auch von einer Normalisierung. Die Schweizer Uhrenbranche sei in den vergangenen Jahren teilweise prozentual klar zweistellig gewachsen. Eine Abschwächung des Wachstums auf noch vier, fünf oder sechs Prozent sei deshalb gesund.

Die Anleger reagierten mit Verkäufen. Die Swatch-Aktien büßten bei hohen Volumen 2,5 Prozent auf 372,6 Franken ein, während der europäische Branchenindex stabil notierte.

Ein Händler sagte, Hayek habe einen etwas vorsichtigeren Ton angeschlagen als in der Vergangenheit. Nach der Gewinnwarnung der britischen Burberry Mitte September und schwächeren Daten aus der Luxusgüterbranche insgesamt sei dies allerdings keine Überraschung. Besonders im Schlüsselmarkt China hatte sich der Konsum in den vergangenen Monaten etwas abgekühlt.

Kepler-Analyst Jon Cox beurteilte die Abgaben in den Swatch-Titeln denn auch als übereilt. Hayek habe schon das ganze Jahr über gesagt, dass sich Swatch anstrengen müsse, um das Umsatzziel zu erreichen. Der Markt sei bezüglich Luxusgüterfirmen im Allgemeinen und Anzeichen von Gewinnwarnungen im Speziellen gegenwärtig einfach nervös.

Hayek strich im Gespräch mit Reuters denn auch die positiven Aspekte hervor. Vor allem das Geschäft im mittleren Preissegment mit Marken wie Tissot, Rado und Longines laufe gut. Die breite Aufstellung des Konzerns zahle sich nun aus. Während viele Konkurrenten vor allem auf das Luxus-Segment mit geringen Stückzahlen setzten, habe sich Swatch schon immer vorgenommen, in allen Preissegmenten die größten Stückzahlen abzusetzen.

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