Windige Geschäfte: Nordex bilanziert tiefrot

Windige Geschäfte: Nordex bilanziert tiefrot

Restrukturierungskosten in China und den USA haben dem Windanlagenbauer Nordex im vergangenen Jahr tiefrote Zahlen eingebrockt.

Nach ersten Berechnungen verbuchte der Hamburger Konzern 2012 operativ ein Minus von 61,1 Mio. Euro nach einem Verlust von 27 Mio. im Jahr zuvor, wie Nordex am Montag mitteilte. Der Vorstand bezifferte die Einmalaufwendungen mit 75 Mio. Euro. Die Erlöse legten dagegen dank florierender Geschäfte in Europa und Südafrika um 17,3 Prozent auf knapp 1,1 Mrd. Euro zu. Insgesamt traf Nordex damit die Markterwartungen.

Der Rekordauftragseingang von 1,27 (Vorjahr: 1,11) Mrd. Euro stimmte den Vorstand für das laufende Jahr zuversichtlich: Er kündigte einen Umsatzanstieg auf 1,2 bis 1,3 Mrd. Euro an sowie eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von zwei bis drei Prozent. Bereits jetzt seien 80 Prozent der Erlöse über den festen Auftragsbestand gesichert. Die endgültige Bilanz will Nordex am 25. März veröffentlichen.

Der Vorstand hatte bereits angekündigt, nach der erfolglosen Partnersuche in China die Rotorblatt-Produktion in der Volksrepublik dicht zu machen. Von den 160 Stellen fallen etwa 130 weg. Nordex ächzt seit Jahren wie die Wettbewerber Repower mit der Konzernmutter Suzlon und Vestas unter Überkapazitäten und Preisverfall.

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