"Wer den Griechen den Stecker zieht, provoziert den totalen Zusammenbruch der Euro-Zone"

"Wer den Griechen den Stecker zieht, provoziert den totalen Zusammenbruch der Euro-Zone"

Griechenland müsse entweder in der Euro-Zone gehalten werden oder finanzielle Unterstützung für einen geregelten Ausstieg erhalten, erklärte Roubini.

"Wer den Griechen den Stecker zieht, provoziert den totalen Zusammenbruch der Euro-Zone", sagte Roubini der "Bild"-Zeitung (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. Bei einem Kollaps des Landes würden viele Anleger in Panik geraten: "Dann gibt es einen Run auf die Banken in Portugal, Spanien und Italien", sagte der Wissenschaftler und frühere US-Regierungsberater.

"Beides ist für Deutschlands Steuerzahler billiger, als die Euro-Zone kaputtgehen zu lassen", sagte Roubini. Seine Prognosen werden an den Finanzmärkten aufmerksam verfolgt, da er den Einbruch des US-Immobilienmarktes im Vorfeld der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise vorausgesagt hatte. In der Finanzwelt wurde ihm daher der Titel "Dr. Doom" ("Dr. Untergang") angeheftet.

Lagarde wiederholt sich

Unterdessen hat die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, ihre Forderung zur Notwendigkeit von Steuerzahlungen in Griechenland bekräftigt. "Ich denke, dass die Steuerzahler ihren Verpflichtungen nachkommen, ist ein wichtiges Mittel zur Verbesserung der Situation eines jeden Landes - in Griechenland, wie in anderen Ländern", sagte Lagarde dem Sender CNN laut am Montag vorab verbreiteten Interviewpassagen. Die IWF-Chefin hatte die Steuerhinterziehung in Griechenland wiederholt als eines der größten Probleme des Landes bezeichnet.

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