Welche Krise? UniCredit überrascht mit Milliardengewinn

Welche Krise? UniCredit überrascht mit Milliardengewinn

Vor allem das dritte Quartal war stärker als vom Markt erwartet. Die Aktie legte daraufhin am Dienstagnachmittag um fast 3 Prozent zu.

Konzernchef Federico Ghizzoni machte neben den Früchten des Sparprogramms vor allem die starke Präsenz in Mittel- und Osteuropa für die Ertragsentwicklung verantwortlich. Osteuropa und Polen brachten 1,8 Mrd. Euro des Netto-Betriebsgewinns von 3 Mrd. Euro. Aber auch satte Sondereffekte aus Anleiherückkäufen halfen.

Der Nettogewinn der UniCredit Gruppe lag Ende September bei 1,4 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Voriges Jahr hatte es allein im 3. Quartal nach Megaabschreibungen wegen der Schuldenkrise und Wertberichtigungen auf Banktöchter 10,6 Mrd. Euro Verlust gegeben. Im heurigen dritten Quartal lag der Nettogewinn bei 335 Mio. Euro. Das ist fast doppelt so viel wie im zweiten Quartal, das allerdings die Märkte enttäuscht hatte.

Ghizzoni begrüßte die Quartalsergebnisse. "Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds, vor allem in Italien, zeigen unsere Erträge einen guten Halt. Das ist vor allem der geografischen Diversifizierung und der Stärke unserer Präsenz in Mittel- und Osteuropa zuzuschreiben", kommentierte Ghizzoni.

Ein Jahr nach dem Start des neuen strategischen Konzepts spüre die Bank die positiven Auswirkungen des Kostensparprogramms, was sich positiv auf den Nettogewinn auswirke. "Wir haben auch den Finanzierungsplan 2012 umgesetzt".

Die Abschreibungen auf Kredite sind im Konzern bis September weiter gestiegen, um 13 Prozent auf 5,1 Mrd. Euro.

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