Was Mario Draghi zu sagen hat...

Was Mario Draghi zu sagen hat...

Aktuelle Zitate aus der Pressekonferenz von Mario Draghi zur Zinssenkung EZB.

Ist die Lage so schlimm wie 2008/2009?

"Definitiv nicht. Soweit sind wir überhaupt nicht."

Sind Rettungsschirme groß genugß

"Wie groß wäre wirklich groß genug? Wir wissen, was wir haben, und deshalb müssen wir damit zurechtkommen. Ehrlich gesagt glaube ich jetzt, dass ESM und EFSF unter den neuen Modalitäten ausreichen, um mit den Risiken und Notfällen klarzukommen, die wir uns vorstellen können."

Inflation

"Die Inflation wird 2013 unter zwei Prozent fallen, und vielleicht sogar schon früher. Aber fragen Sie mich nicht nach dem genauen Tag, an dem dies geschehen wird, oder dem Datum und der Uhrzeit."

"Auf Basis der gegenwärtigen Future-Preise für Öl sollte sich die Inflationsrate im weiteren Verlauf des Jahres 2012 abschwächen und 2013 wieder unter zwei Prozent liegen. Unter Berücksichtigung der heutigen Entscheidung bleiben die Risiken für den Ausblick bei der Preisentwicklung mittelfristig insgesamt ausgeglichen."

"Der Inflationsdruck in dem für die Geldpolitik relevanten Zeitraum hat weiter abgenommen, weil einige der zuvor identifizierten Abwärtsrisiken für das Wachstum in der Euro-Zone zur Realität wurden."

Deflation

"Deflation bedeutet einen Preisrückgang auf breiter Front bei vielen Produkten und Sektoren. Wir sehen dafür in keinem Land Anzeichen."

Kontrollierte Geldflüsse

"Die Annahme, dass die EZB Geld über den Kredit-Kanal der Banken zu bestimmten Firmen oder Haushalten leiten kann, ist genauso falsch wie die Annahme, die EZB könne darauf achten, dass die Banken keine Staatsanleihen kaufen, weil dies eine Finanzierung durch die Geldpolitik wäre."

Wachstum in Europa

"Wir erleben derzeit eine Abschwächung des Wachstums in der gesamten Euro-Zone, einschließlich des Landes oder der Länder, in denen das bislang nicht der Fall war."

"Das Wirtschaftswachstum bleibt weiterhin schwach und die erhöhte Unsicherheit belastet das Vertrauen."

"Die Risiken für den wirtschaftlichen Ausblick der Euro-Zone bleiben nach unten gerichtet."

"Wir gehen davon aus, dass sich die Wirtschaft in der Euro-Zone mittelfristig langsam erholt, aber mit einem Tempo, das von einer ganzen Reihe von Faktoren gedämpft wird - vor allem die Spannungen auf einigen Märkten für Staatsanleihen und deren Folgen für die Kreditvergabe."

Koordination mit China und GB

"Es fand keine Koordination statt, die über den üblichen Gedankenaustausch über den Zustand des Konjunkturzyklus, die Wirtschaftslage oder die weltweite Nachfrage hinausgeht."

Wirkung der Langzeit-Tender

"Diese Langfrist-Operationen sind so groß und komplex, dass wir sofortige Wirkungen nicht erwarten können, vor allem nicht eine Transmission in höhere Kreditvergabe. Aber nun sind einige Monate vergangen und wir sehen, dass die Kreditvergabe schwach ist und schwach bleibt."

Kreditwachstum

"Die gedämpfte Kreditvergabe spiegelt zu einem großen Teil die zyklische Situation wider sowie die Risiko-Abneigung und die anhaltenden Anpassungen in den Bilanzen von Haushalten und Firmen, die die Kreditnachfrage bremsen."

Unorthodoxe Maßnahmen

"All unsere unorthodoxen, geldpolitischen Maßnahmen sind von vorübergehender Natur und wir behalten unsere volle Fähigkeit bei, mittelfristig Preisstabilität zu gewährleisten durch entschlossenes und rechtzeitiges Handeln."

Libor-Skandal

"Der Skandal zeigt, dass ein für fair gehaltener Prozess nicht fair war. Eine ganze Reihe von Schritten sollte unternommen werden, um diesen Prozess zu verbessern - sowohl auf der Ebene derer, die zu den Zahlen beitragen, als auch auf der Ebene derer, die den richtungweisenden Zinssatz zusammenstellen."

"Es ist offensichtlich, dass die Aufsicht auf beiden Ebenen schwach war. Ich weiß nicht, was die EZB getan hätte, aber ich hoffe, sie hätte es besser gemacht."

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