Warren Buffett wird zum Zocker

Warren Buffett wird zum Zocker

Vor allem dank besser laufender Derivategeschäfte stieg der Gewinn seiner Investmentholding Berkshire Hathaway im zweiten Quartal um fast die Hälfte auf 4,5 Mrd. Dollar (3,4 Mrd: Euro), wie das Unternehmen am Freitag in Omaha mitteilte. Im Vorjahr standen die Finanzwetten noch im Minus.

Auch die rund 80 eigenen Tochterfirmen warfen mehr Geld ab. Sie steuerten mit 3,9 Mrd. Dollar den Großteil zum Gewinn bei, gegenüber dem Vorjahreszeitraum war das aber nur ein leichter Zuwachs. Zum Buffett-Imperium gehören etwa die Frachteisenbahn BNSF, der Autoversicherer Geico, Energieversorger, die Fast-Food-Kette Dairy Queen oder der Textilhersteller Fruit of the Loom.

Überdies hält Berkshire Hathaway große Aktienpakete an Konzernen wie Coca-Cola, dem IT-Konzern IBM, der US-Großbank Wells Fargo oder dem weltgrößten Rückversicherer Munich Re. Auch diese Investments erwiesen sich im zweiten Quartal als Gewinnbringer.

Da die meisten von Buffetts Beteiligungen und eigenen Firmen in den USA liegen, profitierte der Starinvestor von der Erholung im eigenen Land. Zuletzt kaufte er in seiner Heimat auch noch kräftig zu: Er übernahm zusammen mit einem Finanzinvestor den Ketchupkönig H.J. Heinz und wenig später alleine einen großen Energieversorger, der das Spielerparadies Las Vegas mit seinem Strom erleuchtet.

Buffett ist Chef und Hauptaktionär von Berkshire Hathaway, was ihn nach Schätzungen des Finanzdienstleisters Bloomberg zum drittreichsten Menschen der Welt macht mit einem Vermögen von 60,2 Milliarden Dollar. In der Milliardärs-Rangliste des US-Magazins "Forbes", die vom März ist, liegt er noch auf Rang vier mit geschätzten 53,5 Milliarden Dollar.

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