Warren Buffett ist auf der Suche nach einem "großen Elefanten"

Warren Buffett ist auf der Suche nach einem "großen Elefanten"

Die liquiden Mittel sind in den drei Monaten zum 30. September auf 47,8 Mrd. Dollar angeschwollen, meldete Berkshire aus Omaha bei der Vorlage des Quartalsergebnisses am 2. November. Das liegt lediglich 115 Mio. Dollar unter dem Rekord von Ende Juni 2011. Der Nettogewinn kletterte um 72 Prozent auf 3,92 Mrd. Dollar.

Buffett, 82, hat in den vergangenen vier Jahrzehnten mit Aktieninvestments und Übernahmen Berkshire zu einem Unternehmen mit einem Börsenwert von mehr als 200 Mrd. Dollar ausgebaut. Nachdem Berkshire gewachsen war, hat sich der Milliardär auf die Verwaltung der größten Aktienpositionen, darunter Beteiligungen an Wells Fargo & Co. und International Business Machines Corp., sowie das Aufspüren von Übernahmezielen in einer Größenordnung von mehreren Billionen Dollar konzentriert.

“Er ist auf der Suche nach einem großen Elefanten”, sagt Jeff Matthews, Autor von “Secrets in Plain Sight: Business & Investing Secrets of Warren Buffett” und Aktionär bei Berkshire. “Und es gibt nicht sehr viele große Elefanten da draußen.”

Unter den jüngsten Transaktionen von Berkshire, die sich auf 1,8 Mrd. Dollar in den ersten neun Monaten beliefen, sind ein Gebäude-Isolierungsunternehmen und der Lebensmittelvertrieb Meadowbrook Meat Co. zu finden. In der vergangenen Woche habe Buffett zugestimmt, den Party-Service-Anbieter Oriental Trading Co. für etwa 500 Mio. Dollar zu übernehmen, berichtete eine informierte Person, die um Anonymität bat, da die Konditionen vertraulich seien.

Glücksgriff Northern Santa Fee

Beim Quartalsergebnis profitierte Berkshire von steigenden Gewinnen bei Tochtergesellschaften wie der Eisenbahngesellschaft Burlington Northern Santa Fe und dem Stromanbieter MidAmerican Energy Holdings Co. Die Investmentholding erzielte auch ein besseres Ergebnis im Derivatebereich. Buffett und seine Stellvertreter haben für etwa 3,18 Mrd. Dollar Aktien verkauft und für 1,18 Mrd. Dollar Dividendentitel erworben.

Berkshire zahlt keine Dividende und wird zum aktuellen Kurs keine Aktien zurückkaufen. Buffett hat gesagt, dass Anleihen wegen des Inflations- und Währungsrisikos zu den “gefährlichsten Vermögenswerten” zählen und er lieber Aktien und ganze Unternehmen kaufe.

“Er hält Ausschau nach dem bestmöglichen großen Geschäft. In der Zwischenzeit tut es nicht weh, kleine Übernahmen zu tätigen”, erklärte der Buffett-Biograf Andrew Kilpatrick in einem Telefoninterview.

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