VW-Beteiligung sorgt bei Porsche für Gewinnsprung

VW-Beteiligung sorgt bei Porsche für Gewinnsprung

Im Zuge gestiegener Gewinne bei VW verdiente die Stuttgarter Holding nach Steuern 1,47 Milliarden Euro und damit knapp 300 Millionen Euro mehr als ersten Halbjahr 2012, wie das von den Familien Piech und Porsche beherrschte Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Am Ende dieses Jahres werde nach Steuern voraussichtlich ein niedriger einstelliger Milliardenbetrag als Nachsteuergewinn verbucht, bekräftigte der Vorstand, der zum Teil auch VW in Personalunion führt.

Die Porsche Holding ist mit knapp 51 Prozent der Stimmrechte an VW beteiligt, die Einnahmen der Holding speisen sich aus den Dividendenzahlungen des Wolfsburger Konzerns. Das im Vorjahreszeitraum noch mit 26 Millionen Euro negativ ausgefallene Finanzergebnis verbesserte sich in der ersten Hälfte dieses Jahres auf fünf Millionen Euro. Die liquiden Mittel summierten sich Ende Juni auf 2,65 Milliarden Euro, nach 2,56 Milliarden Euro zum Jahresende 2012.

Die Finanzholding ist seit Monaten auf der Suche nach Übernahmegelegenheiten, um die Überschüsse gewinnbringend anzulegen und nicht allein auf die VW-Beteiligung zu setzen. Allerdings haben zahlreiche Investoren aus dem In- und Ausland die Porsche Holding auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagt, da sie sich vom früheren Management in der jahrelangen Übernahmeschlacht mit VW getäuscht fühlen. Die geplante Beherrschung von VW durch Porsche misslang 2009, die Stuttgarter mussten das Porsche-Fahrzeuggeschäft an VW übereignen. Die Automarke Porsche gehört seit Sommer vergangenen Jahres ganz zu den Wolfsburgern. Die Holding strich dabei rund 4,5 Milliarden Euro ein, der Fiskus ging dank einer raffinierten steuerlichen Gestaltung der Transaktion weitgehend leer aus.

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