Von wegen Krise: In Italien sind zwei Börsegänge geplant

Von wegen Krise: In Italien sind zwei Börsegänge geplant

Der italienische Notizbuchhersteller Moleskine hat bei der Mailänder Börse einen IPO-Antrag eingereicht. Die Notierung sollte Indiskretionen zufolge spätestens Anfang November erfolgen. Auch der Mailänder Flughafenbetreiber SEA konkretisiert seine Notierungspläne.

Das 1997 entstandene Unternehmen Moleskine mit Hauptsitz in der italienischen Modemetropole Mailand ist für die kleinen Notizbücher mit Gummiband und Innentasche bekannt, wie sie schon Picasso, Hemingway und Chatwin liebten.

Trotz des Booms von Tablets und Iphones sind Moleskines Produkte mehr denn je gefragt. Über die Jahre ist das Unternehmen kontinuierlich internationaler geworden, hat in der ganzen Welt an Beliebtheit gewonnen und Filialen in New York und Hong Kong eröffnet. Rund 250 Millionen Euro könnte das Unternehmen mit der Notierung erlösen, schätzen Experten. Damit will die Gruppe ihre weltweite Expansion kräftig vorantreiben.

Mit Zuwachsraten von jährlich 20 bis 30 Prozent meldete Moleskine 2011 einen Umsatz von 66,6 Millionen Euro. Der Gewinn betrug 16 Millionen Euro. Dank des großartigen Erfolges der Moleskine-Notizbücher wurde auch das Sortiment weiterentwickelt, um auch speziellen Wünschen gerecht zu werden. So gibt es nun auch Tagebücher, Taschen, Schreibgeräte und Lesezubehör.

Investitionen von 500 Millionen Euro

Auch der Mailänder Flughafenbetreiber SEA konkretisiert seine Notierungspläne. Der Aufsichtsrat von SEA hat den Notierungsantrag eingereicht und einen industriellen Plan vorgelegt, der in den nächsten vier Jahren Investitionen im Wert von 500 Millionen Euro für das Wachstum der Mailänder Flughäfen Linate und Malpensa vorsieht. Der IPO sollte im kommenden Jänner erfolgen.

Geplant ist die Notierung eines 25-prozentigen Anteils an der Gesellschaft, die unter mehrheitlicher Kontrolle der Gemeinde Mailand steht. Diese hält derzeit einen 54,8-prozentigen Anteil an SEA. Weitere 14,5 Prozent stehen momentan im Besitz der Provinz Mailand.

Der Börsengang war bereits im vergangenen Jahr in die Wege geleitet worden. Er war jedoch wegen der schwierigen Situation an der Mailänder Börse eingefroren worden. Die Mittel aus dem Börsengang werden einem ambitionierten Entwicklungsplan im Wert von 1,3 Mrd. Euro dienen. Unter anderem plant SEA eine neue Landepiste in Malpensa.

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