Volkswagen hat ein USA-Problem

Volkswagen hat ein USA-Problem

Der Absatz der Kernmarke VW fiel im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,2 Prozent auf 31.920 Fahrzeuge, wie der Wolfsburger Konzern am Dienstag mitteilte.

Damit fand Europas größter Autohersteller keinen Anschluss an die US-Rivalen Ford und Chrysler, die VW schon im August davongefahren waren und im September ihr Comeback auf dem Heimatmarkt fortsetzten. Insgesamt ging der Absatz im September in den USA jedoch um 4,2 Prozent auf 1,14 Millionen Fahrzeuge zurück, wie aus Statistiken der Hersteller hervorging.

Anders als VW gaben BMW, Mercedes und vor allem Porsche trotz des insgesamt rückläufigen Trends im September in den USA kräftig Gas: BMW steigerte den Absatz um 8,3 Prozent auf 28.874 Fahrzeuge, die Daimler-Marken Mercedes und Smart um 5,8 Prozent auf 27.474 und Porsche sogar um 13 Prozent auf gut 3000 Autos.

Ford überraschte die Experten mit einem Absatzplus von 5,8 Prozent auf 185,146 Fahrzeuge und Chrysler mit eine Zuwachs von einem Prozent auf 143.017 Autos. Analysten hatten mit Rückgängen gerechnet. Chrysler erzielte den besten September-Absatz seit sechs, Ford seit sieben Jahren. Ford kommt damit dem Platzhirsch General Motors nahe, bei dem es deutlich schlechter lief als bei den Detroiter Nachbarn: Die Opel-Mutter brachte im September 187.195 Fahrzeuge an die US-Kunden - ein Minus von elf Prozent.

Auch für die Autos aus dem Hause Toyota konnten sich weniger Amerikaner begeistern, die Verkäufe der Japaner sanken um 4,3 Prozent auf 164.457 Stück. Bei Nissan belief sich das Minus auf 5,5 Prozent auf 86.868 Fahrzeuge. Hyundai büßte acht Prozent auf gut 55.000 Autos ein.

Das Geschäft hat sich Experten zufolge nach dem Boom im August abgekühlt, doch auch ungünstige Sondereffekte kamen zum Tragen. So gab es im September dieses Jahr weniger verkaufsoffene Tage als ein Jahr zuvor, und ein traditionell für Einkäufe genutztes Feiertagswochenendes fiel 2013 teilweise schon in den August.

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