Volkswagen schnappt sich MAN

Volkswagen schnappt sich MAN

Auf der MAN-Hauptversammlung stimmten am Donnerstag nach Konzernangaben 98,47 Prozent des Kapitals einem Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag zu. Die Absegnung war Formsache: Europas größter Pkw-Hersteller hält etwas mehr als 75 Prozent der MAN-Anteile.

Doch viele Kleinaktionäre äußerten sich unzufrieden mit dem Abfindungsangebot von VW. Der Wolfsburger Autobauer stellt sich auf juristische Auseinandersetzungen ein: "Wir werden uns noch länger vor Gericht sehen, davon gehe ich aus", sagte MAN-Aufsichtsratschef und VW-Patriarch Ferdinand Piech.

MAN-Chef Georg Pachta-Reyhofen bekräftigte, VW habe nicht die Absicht geäußert, MAN aufzuspalten, etwa um die Sparte Power Engineering zu verkaufen. Auch eine Zwangsabfindung der verbliebenen freien Aktionäre sei derzeit kein Thema.

VW will nach der Übernahme der vollen Kontrolle bei MAN die schleppend verlaufende Lkw-Allianz mit der schwedischen Konzerntochter Scania anschieben. Die treibende Kraft hinter den Integrationsplänen, der 76-jährige Aufsichtsratschef Piech, stellte auf die Frage eines Aktionärs klar, er wolle bis zum Ende seiner Amtszeit 2016 an Bord bleiben.

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