Vodafone-Aktionäre beschenken sich selbst mit Milliarden-Dividende

Vodafone-Aktionäre beschenken sich selbst mit Milliarden-Dividende

Aktionäre des britischen Mobilfunkkonzerns Vodafone bekommen eine Sonderausschüttung in Höhe von mehr als 60 Milliarden Euro. In Deutschland hingegen wurde am Dienstag die Streichung von rund 600 Stellen bekannt gegeben.

Nach dem spektakulären Verkauf von Vodafones Anteilen am US-Mobilfunkanbieter Verizon Wireless geht eine Sonderausschüttung in Milliardenhöhe an die Vodafone-Aktionäre. Diese stimmten am Dienstag fast einstimmig für die Auszahlung von 61,5 Mrd. Euro, wie das britische Mobilfunkunternehmen in London mitteilte. Es sei eine der größten Sonderausschüttungen der Geschichte überhaupt, hieß es.

Vodafone verkauft seine 45-Prozent-Beteiligung an Verizon Wireless für 130 Milliarden US-Dollar an den Mutterkonzern Verizon. Abgeschlossen sein soll der Deal Ende Februar. Zu Spekulationen, Vodafone könne nach der Verkleinerung zum Übernahmekandidaten werden, wollte sich Vodafone-Chef Gerard Kleisterlee am Dienstag nicht äußern.

Jobabbau in Deutschland

In Deutschland, wo man zweitgrößter Anbieter ist, streicht der Konzern indessen wegen der harten Konkurrenz und sinkender Umsätze fünf Prozent der Stellen. Geplant sei, dass etwa 600 der 10.500 Angestellten mit Abfindungen dazu gebracht werden, das Unternehmen zu verlassen, sagte ein Sprecher von Vodafone in Düsseldorf am Dienstagabend. "Wir starten einen freiwilligen Jobabbau - niemand ist dazu gezwungen, das Angebot anzunehmen." Vor allem in der Verwaltung solle der Personalstand verringert werden. Überraschend sind die Stellenstreichungen nicht: Vodafone Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum hatte im Dezember angekündigt, mit einem neuen Sparprogramm die Ausgaben um 100 Millionen Euro zu senken. Die Einschnitte haben mehrere Gründe: Unter anderem hat eine zuvor aufgelegte Sparrunde wegen Kostensteigerungen an anderen Stellen im Konzern nicht den gewünschten Erfolg gehabt. Zudem leidet der Telekom -Konkurrent seit Jahren unter den von Regulierungsbehörden angeordneten Gebührensenkungen und dem harten Preiskampf in der Branche. In den vergangenen zwei Quartalen brach der operative Gewinn (Ebitda) um 13 Prozent ein. Der Umsatz sank stark.

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