Verizon gibt Kundendaten an Behörden weiter

Verizon gibt Kundendaten an Behörden weiter

Verizon ist die erste Telekommunikationsfirma der USA, die auf behördliche Anfragen Kundendaten herausgeben. Das Unternhemen erhielt im vergangenen Jahr über 320.000 Anfragen über ihre Kundschaft allein in den USA. Tausende weitere kamen laut Firmenangaben von Sicherheitsdiensten aus 13 weiteren Ländern.

Verizon nimmt sich damit ein Beispiel an Technologiekonzernen wie google, Apple und Microsoft, die bereits Transparenzberichte eröffnen. Größtenteils handle es sich um Anfragen von Polizei, Justiz und anderne Behörden, denen in vielen Fällen verpflichtend Folge zu leisten ist. Demnach entsprachen die herausgegebenen Daten in der Regel den Angaben, die Kunden auf ihren Telefonrechnungen finden.

Das Unternehmen versicherte, dass sie nur Daten von Nutzern weitergeben, wenn sie dazu verpflichtet sind, etwa zur Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung. Anfragen, die "offensichtlich ungültig" oder "übermäßig breit oder vage" seien, würden zurückgewiesen.

Außerhalb der USA kamen die meisten Anfragen aus Deutschland (2996) und Frankreich (1347). Angaben, in wie vielen Fällen die Firma den Anfragen entsprach, lagen nicht vor, doch will der Konzern diese Daten in Zukunft ebenfalls erheben. Angaben zu Anfragen des Geheimgerichts FISC darf der Konzern nicht machen.

Angesichts von Vorwürfen, in großem Maßstab mit den Geheimdiensten zu kooperieren, wächst aber seitens der Unternehmen der Druck, diese Zahlen in Zukunft ebenfalls veröffentlichen zu dürfen.

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