USA gegen Deutschland: Nike wächst, Adidas zementiert die Ziele

USA gegen Deutschland: Nike wächst, Adidas zementiert die Ziele

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft spielen Konzerne aus Deutschland und den USA um die Marktführerschaft. Nike ist im Aufwind, Adidas bekräftigt indes die eigenen Ziele.

Im Gegensatz zur Fußball-Nationalmannschaft der USA hat der größte amerikanische Sportartikelhersteller, Nike ( ISIN: US6541061031 ), einen Sieg eingefahren. Der Sportartikelhersteller rüstet die US-Nationalmannschaft aus, während der Rivale Adidas ( ISIN: DE000A1EWWW0 ) das deutsche Team einkleidet. Traditionell ist das deutsche Unternehmen im Fußball stärker vertreten, während Nike bei den klassischen US-Sportarten die Nase vorn hat.

Nikes Bilanz: Das Unternehmen konnte in seinem vierten Quartal von März bis Mai bessere Geschäfte vermelden und die Erwartungen der Anleger übertreffen. Vor allem in manchen Schwellenländern sowie in West- und Osteuropa legten die Verkäufe zu. In China und dem Heimatmarkt wuchs das Geschäft aber unterdurchschnittlich, in Japan stagnierte es sogar. Begehrt waren weltweit Schuhe und Bekleidungsartikel, wohingegen sich Sportausrüstung schlechter verkaufte. Insgesamt stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 7,4 Mrd. Dollar (5,4 Mrd. Euro). Der Gewinn legte um nicht ganz so starke 5 Prozent auf unterm Strich 698 Mio. Dollar zu - was unter anderem an hohen Marketingkosten für die Fußball-WM lag.

Die Aktie stieg am Donnerstag (Ortszeit) nach Bekanntgabe dieser Zahlen nachbörslich um mehr als 3 Prozent.

Adidas mit großen Plänen

Adidas bekräftigte indes zur Zwischenbilanz der WM sein Umsatzziel im Fußballgeschäft. "Wir werden unser anvisiertes Umsatzziel von zwei Milliarden Euro in der Kategorie Fußball für das Jahr 2014 definitiv erreichen", sagte Vorstandschef Herbert Hainer am Dienstag in Herzogenaurach. Die US-Konkurrenz peilt zwei Milliarden Dollar an, das sind knapp 1,5 Milliarden Euro.

Das deutsche Unternehmen werde mehr Trikots und Fußbälle im WM-Design absetzen als bei den früheren Weltmeisterschaften, sagt Hainer: Mehr als acht Millionen verkaufte Trikots und über 14 Millionen "Brazuca"-Bälle stellt er in Aussicht.

Deutsche in Bedrängnis

Über Jahrzehnte hinweg war Adidas beim Fußball die klare Nummer eins. Doch Branchenprimus Nike hat trotz seiner Gewichtung auf US-Sportarten massiv aufgeholt - und bedrängt den fränkischen Hersteller inzwischen sogar auf dessen Heimatmarkt Deutschland. Selbst Adidas räumt inzwischen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Verkauf von Fußballschuhen ein. Noch vor wenigen Jahren wäre dies undenkbar gewesen.

Im Vorteil ist Adidas bei der WM aber wegen der Funktion als Sponsor: Der WM-Ball wurde von Adidas entwickelt; als einziger Hersteller darf Adidas zudem direkt in den Stadien und in der unmittelbaren Umgebung werben. Im Gegenzug schickte Nike mehr Mannschaften ins Rennen, darunter Gastgeber Brasilien, England (inzwischen ausgeschieden), Holland und die USA. Insgesamt zehn Nationalteams liefen mit dem "Swoosh" auf der Brust auf. Adidas kommt auf neun - neben Deutschland auch Argentinien und Spanien.

Puma, mit deutlichem Abstand die weltweite Nummer drei der Sportartikelbranche, hat acht Mannschaften unter Vertrag, darunter auch die Schweiz.

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt

Börse

IBM wieder mit Umsatzrückgang - das 15. Quartal in Folge

Börse

Renault mit 2015 Rekordsatz - Abgasskandal drückt Aktienkurs