US-Waffenschmieden verdienen prächtig vor Gesetzesverschärfung

US-Waffenschmieden verdienen prächtig vor Gesetzesverschärfung

Die drohende Verschärfung der US-Waffengesetze beschert den Herstellern glänzende Geschäfte.

Händler berichteten, viele Kunden wollten sich noch schnell eindecken, bevor Waffenkäufe eingeschränkt werden. Der Konzern Smith & Wesson teilte am Dienstag mit, trotz voller Auslastung der Fabriken die Nachfrage nicht decken zu können. Nach den Worten von Unternehmenschef James Debney sind vor allem Pistolen und moderne Sportgewehre gefragt.

Smith & Wesson hob daher die Umsatzprognose für das bis Ende April laufende Geschäftsjahr schon zum dritten Mal an. Erwartet wird demnach nun ein Umsatz von bis zu 580 Mio. Dollar (445 Mio. Euro). Das sind fast 100 Millionen mehr als noch im Juni vorhergesagt. Im abgelaufenen Quartal sprang der Umsatz um fast 40 Prozent nach oben.

Auch die Konkurrenz profitiert von Ansturm auf die Waffengeschäfte. Der Handfeuerwaffen-Produzent Sturm Ruger legte in der vergangenen Woche seinen bisher höchsten Quartalsumsatz vor. Ein Ende des Booms ist vor Einführung der Restriktionen nicht in Sicht. So rechnet der Sportartikelhändler Big 5 Sporting Goods auch fürs laufende Quartal mit anhaltend hoher Nachfrage.

Bereits in der Vergangenheit lösten Amokläufe in den USA verstärkte Waffenkäufe aus. Jedes Mal kochte eine Debatte über den Umgang der Amerikaner mit Schusswaffen hoch, aber die mächtige Lobbyorganisation NRA wusste bisher schärfere Gesetze zu verhindern. Der Waffenbesitz ist in den USA ein laut Verfassung garantiertes Recht der Bürger. Doch nach dem Massaker an einer Grundschule in Newtown im US-Bundesstaat Connecticut, bei dem Mitte Dezember 20 Kinder getötet wurden, will Präsident Barack Obama ernst machen. Geplant ist, sowohl den Verkauf von Sturmgewehren verbieten zu lassen als auch Vorab-Kontrollen von Waffenkäufern durchzusetzen.

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