US-Konzern Celgene steigt bei Morphosys ein

US-Konzern Celgene steigt bei Morphosys ein

Der US-Konzern Celgene steigt im Rahmen einer Forschungspartnerschaft bei dem deutschen Biotechunternehmen Morphosys ein. Durch die Zusammenarbeit soll ein Krebsprogramm etwa zuer Behandlung von Erkrankungen des Knochenmarks vorangetrieben werden.

Der Einstieg des US-Biotechkonzerns Celgene und die Forschungspartnerschaft für ein neues Krebsmittel haben den Aktien von Morphosys zu einem kräftigen Kurssprung verholfen. Morphosys-Titel schossen am Donnerstag zeitweise fast 18 Prozent in die Höhe auf 43,80 Euro - sie markierten damit den höchsten Stand seit zwölfeinhalb Jahren. "Das sind sehr gute Nachrichten", urteilte DZ-Bank-Analyst Peter Spengler.

Celgene ist eines der größten Biotechunternehmen weltweit und konzentriert sich auf Medikamente gegen Krebs und Entzündungskrankheiten. Das US-Unternehmen will Morphosys nun bei der Weiterentwicklung des Antikörpers MOR202 unter die Arme greifen, das die im TecDax gelistete Firma für die Bekämpfung von Knochen- und Blutkrebs einsetzen will. Derzeit wird MOR202 noch in einer klinischen Testphase I/IIa erprobt. Studien in der späteren Phase sind teuer, weshalb Morphosys dafür auf Partner angewiesen ist. Neue Präparate müssen vor einer Zulassung erst drei Phasen klinischer Studien am Menschen bestehen.

Im Rahmen der Partnerschaft erwirbt Celgene Morphosys-Aktien im Wert von 46,2 Millionen Euro. Der Preis werde nach Genehmigung der Transaktion durch die US-Kartellbehörde festgelegt und erhalte eine Prämie von mindestens 15 Prozent auf den letzten Schlusskurs, erklärten die Unternehmen. Der Marktwert von Morphosys liegt bei etwa 850 Millionen Euro. Der Vereinbarung zufolge erhalten die Deutschen zudem eine Einmalzahlung in Höhe von 70,8 Millionen Euro und werden zur Hälfte an den Vermarktungserlösen der späteren Medikamente in Europa beteiligt. Insgesamt könnte sich das Volumen des Vertrags - weitere mögliche Tantiemen eingerechnet - auf 628 Millionen Euro summieren.

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