US-Großbanken schließen Euro-Fonds

US-Großbanken schließen Euro-Fonds

Die Kunden von JPMorgan, der größten US-Bank, sind darüber informiert worden, dass neue Investoren oder frische Gelder für fünf in Euro denominierten Geldmarkt- und Liquiditätsfonds nicht mehr akzeptiert werden, begründete JPMorgan die Entscheidung. Ihnen könnten negative Renditen entstehen. JPMorgan ist der weltgrößte Anbieter von Geldmarktfonds.

BlackRock, der größte Vermögensverwalter der Welt, kündigte die Schließung von zwei europäischen Fonds an. Goldman will einen europäischen Geldmarktfonds für neue Investments dicht machen, erklärte die US-Großbank in einer internen Mitteilung, die Bloomberg News vorliegt. Deren Inhalt wurde von Unternehmenssprecherin Andrea Raphael bestätigt. Alle drei Firmen haben ihren Sitz in New York.

Die EZB hatte die Leitzinsen am Donnerstag um einen Viertel Prozentpunkt auf das Rekordtief von 0,75 Prozent reduziert und den Einlagensatz auf null gesenkt. EZB-Präsident Mario Draghi erklärte dabei, dass die Zinsschritte lediglich gedämpfte Auswirkungen auf die Wirtschaft haben werden.

Die Reduzierung des Einlagensatzes “wird mit großer Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass Bargebote in kurzfristige Instrumente in negatives Territorium wandern, und deswegen haben wir diesen Schritt unternommen” und die Fonds für neue Mittel geschlossen, hieß es in der Begründung von JPMorgan. Dadurch sollten bestehende Investoren geschützt werden.

Zeitliche Begerenzung

Alle drei Unternehmen erklärten, dass die Maßnahmen zeitlich begrenzt seien, und dass sie das Marktumfeld beobachten würden. Abzüge von Investoren aus den Fonds seien unbegrenzt möglich.

Die fünf von JPMorgan geschlossenen Fonds kamen am 5. Juli auf ein Volumen von 23,7 Mrd. Euro, teilte die Bank mit. Das entspricht etwa 22 Prozent aller in Euro denominierter Geldmarktfonds. Insgesamt summiert sich das Volumen der Euro- Fonds in der Branche auf etwa 108 Mrd. Euro, wie aus Daten von Crane Data hervorgeht.

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