US-Behörden dürften EADS/BAE-Fusion genehmigen

US-Behörden dürften EADS/BAE-Fusion genehmigen

Die US-Behörden werden sich Kreisen zufolge einer Fusion von EADS und BAE Systems wohl nicht in den Weg stellen. Indes hat die deutsche Bundesregierung entgegen einem Zeitungsbericht noch keine Zustimmung zur Megafusion gegeben.

Es sei eher unwahrscheinlich, dass das US-Verteidigungsministerium sowie die Kartellwächter den Zusammenschluss zum weltweit umsatzstärksten Luftfahrt- und Rüstungskonzern blockieren, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwochabend. Dies hänge unter anderem damit zusammen, dass die Airbus-Mutter EADS nur wenige staatliche US-Rüstungsaufträge erhalten habe. Ferner gebe es wenig Überlappungen in den Geschäften von EADS und dem Kampfhubschrauber- und U-Boote-Hersteller BAE in den USA. Bisher ist das Pentagon nach eigener Auskunft allerdings noch nicht offiziell über die geplante Fusion informiert worden.

Deutschland dementiert

Indes hat die deutsche Bundesregierung entgegen einem Zeitungsbericht noch keine Zustimmung zur geplanten Megafusion von EADS und BAE Systems gegeben. Reuters erfuhr am Donnerstag aus informierten Kreisen in der Industrie und Politik: "Das ist noch nicht so." Noch dauerten die Prüfungen des Vorhabens an und es gebe noch eine ganze Reihe schwieriger ungeklärter Fragen, die mit einer solchen Fusion verbunden seien. Allerdings wurde von Industrieseite auch erklärt, dort sehe man zumindest ermutigende Signale aus der Politik in den beteiligten Länder für das Fusionsvorhaben.

Das "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) hatte berichtet, die Bundesregierung habe das Vorhaben bereits abgesegnet.

EADS und BAE hatten am Mittwoch überraschend mitgeteilt, in fortgeschrittenen Verhandlungen über einen Zusammenschluss zu sein. Ein gemeinsames Unternehmen hätte einen geschätzten Wert von 48 Milliarden Dollar und würde außerdem Boeing als Marktführer nach Umsatz übertreffen.

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